Das Weilheimer Oberstadtlerfest zum fünften Mal im Wetterglück

„Das ist Weilheims großes Fest“, urteilten die befragten Festbesucher am vergangenen Wochenende in der Oberen Stadt beim Oberstadtlerfest und lagen damit richtig. Das unerwartet schöne Wetter lockte die Bürger des Oberlandes zu Tausenden in die Kreisstadt, so dass die improvisierten Biergärten entlang des Stadtbaches rappelvoll waren. „Wir sind geschafft, aber zufrieden“, lautete das Resümee der Organisatoren am Tag danach.

Die Feststellung, das Oberstadtlerfest hat sich etabliert, trifft den Kern nicht ganz. Es ist weit mehr. Jedes Jahr setzen die Veranstalter wie auch die geladenen Bands und Vereine stimmige Akzente. Das traf heuer auch auf das Wetter zu, das zu aller Zufriedenheit die Vorhersage Lügen strafte. Bereits gegen Mittag herrschte auf beiden Seiten des Stadtbaches eine Atmosphäre bayerischer Gemütlichkeit. Warteschlangen an den Getränke-, Imbiss- oder Spezialitätenständen kündeten vom mitgebrachten Appetit und Durst der Besucher. Während ein Teil, angezogen vom Duft der Bratwürste, des Ochsen am Spieß oder der Reibedatschi zur Blasmusik der „Eibenwaldmusikanten“ genussvoll speiste, bummelten andere zu den Ständen der Handwerker und Geschäfte. Für Stimmung sorgten am Nachmittag die heftig beklatschten Auftritte der Vereine und Gruppen. Begeistern konnte dabei vor allem der Nachwuchs. Ob Tänzer und Tänzerinnen des Trachtenvereines, der TSV Rock&Roll-Abteilung, des „Ballettstudios Reiner“, des Studios „Schöner Tanzen“, die Mini-Vagantis oder andere – alle zeigten ihrem dankbaren Publikum großartige Leistungen. Schattige Plätze unter dem Sonnenschirm, den Bäumen am Stadtbach oder im Biergarten des „Oberbräu“ waren hoch begehrt. Es war ein ständiges Kommen, Flanieren und Gehen. Großen Spaß hatten dabei auch die jüngeren Gäste. Beliebt bei ihnen waren die fast echt wirkenden Ergebnisse des „BRK-Unfall-Schminkstudios“, wie auch der anderen Schminkstationen. Im Laufe des Nachmittags und Abends gewann allerdings das Plantschen im kühlen Wasser des Stadtbaches bei sonnigem Wetter immer mehr Anhänger. Rapide weniger wurden dagegen die freien Plätze auf der Erlebnismeile. Ab 17 Uhr füllte sich die Obere Stadt zusehends, ab 18 Uhr war sie voll mit Besuchern und kurz danach war der Andrang wie auf dem Münchner Oktoberfest. Stimmungsgarant war einmal mehr die Samba Gruppe „Pura Vida“ mit ihrem unüberhörbaren Rhythmus. Da zuckten die Beine der Zuschauer und -hörer wie von selbst. Während einige Mutige den Tänzerinnen spontan Gesellschaft leisteten, vergaben andere Herren im Sitzen lieber Höchstnoten für die Show. Der Abend gehörte den Bands. Ob „Rascal & McLane“ mit ihrer phantastischen Country-Musik, die „Paradeiser“, „Red Sina“ oder der Alleinunterhalter Auberger: Die Gäste waren begeistert und blieben bis nach Mitternacht. „Wir sind schon zum vierten Mal dabei und es gefällt uns immer wieder“, beschrieb eine Besuchergruppe begeistert ihre Eindrücke. Die Organisatoren zogen ein ähnliches Fazit. „Es war ein friedliches Fest, fast ohne Scherben, und wir sind voll zufrieden. Wenn wir im nächsten Jahr wieder Sponsoren finden, wird es wieder ein Oberstadtlerfest geben“, sagte Sprecherin Christine Sußbauer am Tag nach dem Oberstadtlerfest.

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