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Weilheimer Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder wurde verabschiedet

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Von: Sofia-Leonie Wiethaler

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Verabschiedung Andreas Wunder
Bei der Verabschiedung v. li.: Angelika Flock, zweite Bürgermeisterin; Alfred Honisch, dritter Bürgermeister; Ehefrau Bärbel Wunder, Andreas Wunder, ehemaliger Ordnungsamtsleiter und Markus Loth, erster Bürgermeister. Den Geschenkkorb bekam Wunder im Namen des gesamten Stadtrats von Flock und Honisch überreicht. © Wiethaler

Weilheim – Die Liebe zu seiner Arbeit war Andreas Wunder auch bei seiner Verabschiedung deutlich anzumerken. Es sei ein „brutal seltsames“ Gefühl, heute den letzten offiziellen Auftritt zu haben.

Andreas Wunder ist „seit über 40 Jahren unermüdlich für die Stadt Weilheim tätig“, wie Bürgermeister Markus Loth anerkannte. Er begann mit 16 Jahren 1976 seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt. Drei Jahre später wurde er übernommen und startete im Stadtbauamt seine Karriere. Im August 1988 wurde Wunder zum Standesbeamten berufen und übernahm im November 1988 die Leitung des Standesamtes. „Über 1 300 Ehen hat Herr Wunder seither geschlossen!“, so Loth.

Im April 2006 ging Reiner Kronier, Leiter des Ordnungsamtes, in den Ruhestand. Wunder, der bis dahin schon 28 Jahre bei der Stadt beschäftigt war und bereits zehn Jahre Kronier in seinen Amtsgeschäften vertreten hat, bewarb sich auf die Stelle – mit Erfolg. Zum 1. August 2006 wurde ihm das Amt des Ordnungsamtsleiters übertragen. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörten unter anderem die öffentliche Sicherheit und Ordnung, Zivil-, Brand- und Katastrophenschutz, sowie Wahlen und Bürgerentscheide, der öffentliche Nahverkehr (insbesondere Stadtbus) sowie die kommunale Verkehrsüberwachung. Auch das Standesamt und das Sozialamt fielen in seinen Aufgabenbereich. „Herr Wunder ist ein sehr engagierter Abteilungsleiter und ein Mensch, auf den man sich in jeder Hinsicht und in jeder Situation voll verlassen kann“, lobte Loth.

Wenn große Veranstaltungen stattfanden – egal ob Französische Woche, BR-Radl-Tour oder anderes – sei Wunder oft schon vor dem Morgengrauen unterwegs gewesen, um sich über die Sicherheitsmaßnahmen ein letztes Bild zu machen. Als Wahlleiter hat er zudem alle Wahlen der letzten Jahrzehnte für Kommune, Landtag, Bundestag sowie Europarat organisiert und begleitet. Auch Bombenfunde und die damit verbundenen Evakuierungen gehörten zu seinem Berufsleben. „Er hat Fundräder versteigert, Fundtieren eine neue Heimat verschafft, Ehen geschlossen, Sicherheitsmaßnahmen bei Veranstaltungen und Feiern ergriffen, Tempo-30-Diskussionen geführt, die Stadtbuslinie mehrfach abgefahren, hat sich gemeinsam mit mir einem Kochduell gestellt, sich über die Wunder-Insel gefreut und vieles, vieles mehr“, nannte Loth noch weitere von Wunders Leistungen. „Nach über 40 Jahren verlässt er uns nun wohlverdient. Am 1. Februar beginnt die Freizeitphase der Altersteilzeit. In zwei Jahren ist Herr Wunder dann ein echter ‚Rentner‘. Bei seiner Lebensfreude bin ich sicher, dass auch in diesem Lebensabschnitt weder bei ihm noch seiner Frau Langeweile aufkommen wird!“, so Loth weiter. Sein Nachfolger, Walter Weber, hat bereits am 1. Oktober offiziell seinen Dienst bei der Stadt angetreten (wir berichteten).

Welch hohes Ansehen Wunder auch im Stadtrat genießt, wurde beim langanhaltenden Applaus der Räte, zu dem sie sich erhoben, im Anschluss an Loths Rede deutlich. Wunder gab an, sowohl Wehmut als auch Freude auf die Zukunft zu empfinden. Er habe sich in seinem Leben für zwei Liebesbeziehungen entschieden – die eine mit seiner Frau Bärbel und die andere mit der Stadt Weilheim. Letztere hält seit über 40 Jahren – „es war eine fantastische Zeit“. Er freute sich auch darüber, welche Geschichte und Menschen er in diesen Jahren erleben dürfte. Wunder bedankte sich unter anderem bei seinen alten Lehrmeistern, den Stadträten und Bürgermeistern sowie bei seinen Kollegen im Ordnungsamt. Seinem Nachfolger wünschte er, dass er genauso viel Spaß an der Arbeit habe wie er. Er bekomme „eine super Mannschaft“.

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