»Förderschule würde profitieren«

Weilheimer Röntgenturnhalle könnte von zwei auf drei Einheiten erweitert werden

Turnhalle
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Die Röntgenturnhalle könnte erweitert werden.

Weilheim/Landkreis – Die schwierige Sportstättensituation in Weilheim ist quasi ein Dauerthema in der Kreisstadt.

Der TSV Weilheim zum Beispiel ist ein starker Befürworter von zusätzlichen Turnhallenkapazitäten. Des Weiteren steht man beim in die Jahre gekommenen Hallenbad vor der Frage, ob man die Einrichtung neu bauen oder sanieren soll. In den ganzen Überlegungen spielt der Landkreis eine wesentliche Rolle. Ihm gehören die ausgedienten Turnhallen am Gymnasium und die Einfachturnhalle an der Berufsschule. Am Weilheimer Sportzentrum mit Hallenbad und Jahnhalle ist der Landkreis beteiligt. Eventuell könnte in den nächsten Jahren eine vierte Sportstätte für den Landkreis hinzukommen. In einem Kooperationsprojekt mit der Stadt könnte die Röntgenturnhalle an der Mittelschule von einer Zweichfach- in eine Dreifachturnhalle ausgebaut werden.

Wie der Leiter der kommunalen Bauverwaltung, Florian Steinbach, in der jüngsten Kreistagssitzung erklärte, würde eine Erweiterung aus Sicht der Förderschule „vom Funktionalen her Sinn machen“. Anders als die Mittelschule nutzt die Förderschule nämlich aktuell nicht die in unmittelbarer Nähe gelegene Röntgenturnhalle. Die Schüler werden stattdessen mit dem Bus zur Turnhalle an der Hardtschule zum Sportunterricht gefahren. Bei einem gemeinsamen Ausbau der bislang rein städtischen Röntgenturnhalle auf drei Einheiten würde man zusätzliche Kapazitäten schaffen. „Die Förderschule würde also stark profitieren“, konstatierte Steinbach. Aber auch für den Breitensport stünde dann eine Dreifachturnhalle zur Verfügung. Vom Freistaat Bayern sei bereits signalisiert worden, dass der Bedarf anerkannt werde: „Das heißt, der Landkreis könnte Fördergelder generieren“, so Steinbach.

„Tunlichst vermeiden“ sollte man laut dem Leiter der Bauverwaltung, dass parallel an zwei Sportstätten gleichzeitig gebaut oder saniert werde. Steinbach sprach im Kreistag von einer „logischen Reihenfolge“, beginnend mit dem Turnhallenneubau am Gymnasium – „wenn wir uns ihn denn leisten können“. In Kürze würde man in den Kreisgremien den Planentwurf und die Kostenberechnung vorstellen.

In einem „zweiten Schritt“ könnte dann unter dem Vorbehalt der Finanzierungsmöglichkeiten das Hallenbad oder – „falls der Entscheidungsprozess hier sich länger hinzieht“ – eben die Röntgenturnhalle angegangen werden. „Am weitesten in der Zukunft“ sah Steinbach bei seinem Auftritt im Kreistag die Sanierung oder den Ersatzneubau der Jahnhalle. „Von Landkreisseite her müssen wir uns weiter eng mit der Stadt Weilheim abstimmen, damit wir die Themen voranbringen“, so Steinbach.

Von Bernhard Jepsen

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