KiTa-Personal leistet »Großartiges«

Stadtrat beschließt Gebührenerhöhung für Kindertageseinrichtungen

Symbolbild: Zwei Mädchen im Kindergarten.
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Auch für das kommende Betreuungsjahr wurden die Gebühren moderat erhöht.

Weilheim – Auch heuer wurden die Gebühren für die Benutzung der städtischen Kindertagesstätten nach bewährter Manier wieder angehoben.

Somit steigen die Gebühren für das Betreuungsjahr 2021/2022 in den Kindergartengruppen um drei Euro/Buchungszeit und in den Krippengruppen um sechs Euro/Buchungszeit. Dies entspräche einer Steigerung von 1,8 bis drei Prozent, wie den Sitzungsunterlagen zu entnehmen ist. Dem gegenüber stünden tarifliche Steigerungen von 1,03 Prozent (2020) und 1,4 Prozent (2021). Des Weiteren gibt es höhere Kosten im Bereich Unterhalt und Bewirtschaftung (zum Beispiel Strom, Heizung, Versicherungen).

Im Kindergarten werden also im neuen Betreuungsjahr statt 97,00 Euro 100,00 Euro für eine Buchungszeit von drei bis vier Stunden fällig. In der Kinderkrippe sind es für diese Zeit anstelle von 194,00 Euro zukünftig 200,00 Euro.

Die alljährlichen Besprechungen mit Vertretern aller Kinderbetreuungseinrichtungen im Stadtgebiet, bei denen normalerweise auch die Gebühren thematisiert werden, konnten heuer coronabedingt nicht stattfinden. Die Träger wurden daher schriftlich über die anstehende Anpassung informiert. „Den Rückmeldungen kann entnommen werden, dass die Träger mit der Erhöhung mitgehen“, heißt es in den Unterlagen. Auch die Elternbeiräte der drei städtischen Kindertagesstätten Pfiffikus, Nepomuk und Unterhausen seien zu den geplanten Gebührenanpassungen informiert und angehört worden. Sie stimmten ebenfalls zu.

Angelika Flock (CSU), Referentin für Kindertagesstätten, bat ihre Stadtratskollegen, den „sehr moderaten“ Erhöhungen zuzustimmen – was diese auch einhellig taten. Flock regte zudem an, einen Vergleich zwischen Weilheims Gebühren und denen anderer Städte auszuarbeiten. Des Weiteren wünschte sich die Zweite Bürgermeisterin in puncto Kosten für die Kinderbetreuung mehr Unterstützung von Bund und Ländern. „Auf uns kommen so viele Sachen zu.“ Das für die Stadt bei der Kinderbetreuung große Verbindlichkeiten anfallen, wurde auch bei der Vorstellung des Haushalts deutlich. 2021 liegt das Defizit in diesem Bereich bei über fünf Millionen Euro.

Stolz könne die Stadt darauf sein, dass die Gebühren der Einrichtungen im Stadtgebiet ungefähr gleich seien. Dadurch entstehe auch keine Konkurrenz. Abschließend brach Flock noch eine Lanze für das KiTa-Personal. Sie seien „absolut systemrelevant“, würden großartige Arbeit leisten und sich dabei einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen.

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