Gemüseanbau und Bienenzucht: Weilheim erhält Unterstützung des Bundes

Fördermittel für Tafel

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Auftakt für die Arbeiten für das Ackerbau- und Honig-Projekt der Weilheimer Tafel. Im Bild links ist Suhel Nissan, der auch die vier Bienenvölker professionell betreuen wird.

Weilheim – Nur zwölf Tafeln in Deutschland kamen zum Zuge bei der Vergabe von Fördermitteln aus der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft – und die Weilheimer Tafel ist eine davon.

Insgesamt wurden 150 000 Euro für das Projekt „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung von ehrenamtlichen Lebensmittelrettern – Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden bei den Tafeln“ ausgeschüttet, 6 800 Euro davon gingen in die Kreisstadt.

„Wir bedanken uns sehr herzlich für die Förderung. Ohne diese Gelder hätten wir unser Ackerbau- und Honigprojekt nicht vorantreiben können. Seit der gestiegenen Nachfrage unter anderem durch Flüchtlinge hatten wir das vor. Bisher fehlten uns dazu leider die Mittel“, freute sich Eva-Maria Muche beim offiziellen Auftakt des Projekts auf dem Acker im Weilheimer Süden, den Dekan Axel Piper segnete. Auch zweite Bürgermeisterin Angelika Flock war gekommen, um der Tafel die Glückwünsche der Stadt zu überbringen und für die geleistete Arbeit einmal mehr zu danken.

Künftig werden sieben Flüchtlingsfamilien, angeleitet vom Ehepaar Charlotte und Dieter Meer, auf den etwa 350 Quadratmetern heimische Feldfrüchte wie Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Mangold, Lauch und anderes mehr anbauen. Einen Teil des Ertrages erhalten sie für ihre Arbeit, der Rest an Früchten und Honig geht an die Tafel. Um auch die Bestäubung der Pflanzen zu sichern, werden vier Bienenvölker angesiedelt, die Suhel Nissan betreuen wird. Er hatte in seiner syrischen Heimat 60 Bienenvölker, ist also geradezu prädestiniert für diese Aufgabe.

Von Bianca R. Heigl

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