Weilheimer spielen Weilheimer Stückl

Teatro Coronato bringt Tagespolitik auf die Bühne

Spielszene aus dem Weilheimer Stückl.
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Wenn’s gilt, die Stadtpfarrkirche ein Stück weit zu verschieben, legen die Weilheimer kräftig Hand an.
  • VonBianca Heigl
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Weilheim – Er hätte heuer seinen 100. Geburtstag gefeiert – der Weilheimer Autor und Lehrer Christian Buck. Ihm zu Ehren brachte das Teatro Coronato nun „Die Weilheimer Stückl“ auf die Bühne, in allen Rollen ehrenamtliche Weilheimer und mit einer gehörigen Prise Tagespolitik gewürzt.

Andreas Arneth hat aus den Texten von Buck, der in den 1960er und 70er Jahren die „Weilheimer Stückl“ zusammentrug, mit viel Phantasie ein Theaterstück zusammengesetzt, das wie eine Spieluhr beginnt – da vollführen die Protagonisten die immer gleichen Bewegungsabläufe, mit sinkendem Tempo der Spieluhr langsamer werdend und haben dabei bereits die ersten Anspielungen auf die heutige Zeit in Petto: Das Schild vom Amtszimmer des Ersten Bürgermeisters…und des Zweiten … und des Dritten – erst beim Fünften stoppt die Spieluhr und das eigentliche Spektakel beginnt. Ob das Verschieben der Stadtpfarrkirche, die misslungene Reparatur des „Trapf“, also der Dachrinne, oder der Bau des Rathauses mit all seinen Tücken bis hin zu den fehlenden Fenstern – alles wird hier lebendig. Und sogar der Ochs‘, der das Gras von der Stadtmauer fressen sollte, ist mit von der Partie. Sogar die aktuellen Stadträte finden ihren Platz, wenn es darum geht, das Bauholz durchs Stadttor zu bekommen. Das wird dann eben „enders“ probiert und mal eben um zwei Lunz gekürzt. Und wenn das „arneth“ geht … ein Vergnügen für jeden, der Weilheim kennt!

In den Rollen des Bräuwastl und seiner Frau, des Dachsbräu samt Gemahlin, Bürgermeister, Schreiber und Kurfürst – die übrigens auch alle anderen Rollen übernehmen – sieht man Hans Stibich, Barbara Röllnreiter, Ingo Remesch, Anita Kurzrock, Joachim Heberlein, Sebastian Schmederer und Klaus Kriegisch.

Das Publikum, darunter auch erster Bürgermeister Markus Loth und zweite Bürgermeisterin Angelika Flock, honorierte den Einsatz des begabten Laienensembles mit kräftigem Applaus. Und man darf auf weitere Aufführungen der Weilheimer Stückl gespannt sein, denn so viel verrät das Programm: „Da wir vorhaben, die Stück’l künftig immer wieder mal zu spielen, dürfen Sie sich auch auf tagespolitische Heiterkeit freuen.“

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