Radeln gegen Rassismus

Weilheimer wollen mit einer Sternfahrt an die Opfer von Hanau erinnern

Eric Duffy, Inga Duffy und Valentin Sauer mit ihren Fahrrädern
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Starteten am Marienplatz um an die Opfer von Hanau zu erinnern: Eric Duffy, Inga Duffy und Valentin Sauer (v.li.)
  • Britta Sölla
    VonBritta Sölla
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Weilheim – Das Wetter signalisierte seine Unterstützung als drei Weilheimer sich am Freitag per Fahrrad auf den Weg machten, um auf das Thema Rassismus aufmerksam zu machen.

Bei schönstem Sonnenschein konnten Eric und Inga Duffy sowie Valentin Sauer starten. Das Ziel der Fahrt: Der Freiheitsplatz in Hanau, wo am 19. Juni eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Attentats vom 19. Februar 2020 stattfindet. Eric Duffy hatte mit Unterstützung des Solidaritätsbündnisses von Asyl im Oberland zu dieser Tour aufgerufen (wir berichteten). Mitfahrer fanden sich schließlich nur die zwei Genannten, die ihn auch nur auf einem Teil der Strecke begleiten. Das findet der Initiator aber nicht weiter tragisch. Hier in Bayern habe das Attentat in Hanau nicht die gleichen Spuren hinterlassen wie direkt vor Ort. Dennoch ist es ihm wichtig, ein Zeichen zu setzen. „Ein Zeichen der Solidarität“, wie es Ingeborg Bias-Putzier, Asyl im Oberland, ausdrückt. Schließlich betreffe das Thema Rassismus am Ende „uns alle“ in ganz Deutschland. Die Veranstalter der Sternfahrt seien begeistert gewesen, dass sich auch in Bayern Mitstreiter gefunden haben, erzählt Eric Duffy. Auf dem Weg wird er einen Fahrradhelm tragen, auf dem die Namen der Opfer festgehalten sind. Und Bilder der Opfer hat er ebenfalls im Gepäck und kann so an sie erinnern, wo immer es möglich ist. Übernachtet wird großenteils bei privaten Unterstützern. Der erste Stopp allerdings war das Grandhotel Cosmopolis in Augsburg. Ein Ort, der sowohl als Unterkunft für Asylbewerber dient, als auch einige Hotelzimmer zu bieten hat.

Wer Interesse an der Sternfahrt hat, sie aber nicht aktiv begleiten kann, der hat die Möglichkeit, sie auf den Social-Media-Kanälen (Facebook und Instagram) von Asyl im Oberland zu verfolgen. Ebenso kann der Zweck der Aktion mit einer Spende über www.betterplace.de, die an die Bildungsinitiative Ferhat Unvar geht, unterstützt werden. Die Initiative trägt den Namen eines der Opfer des Attentats und möchte einerseits Materialien für antirassistische Bildung erarbeiten und andererseits als Anlaufstelle für Betroffene dienen.

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