Siebte Reise in den Iran

Weilheimerin ist wieder mit Clowns ohne Grenzen unterwegs

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Die Weilheimer Clownin Susie Wimmer reist wieder in den Iran. Diesmal mit Clown Max Meier aus Regensburg.

Weilheim – Gut ein dreiviertel Jahr nach dem bundesweiten Kinostart von „Joy in Iran“ reisen die Clowns ohne Grenzen erneut nach Teheran. Die Iranreise führt sie auch nach Ishfahan und Khuzestan. Die Weilheimer Clownin Susie Wimmer, Hauptprotagonistin in dem Kinodokumentarfilm von Walter Steffen, wird diesmal von Clown Max Meier aus Regensburg begleitet.

Geplant ist der Besuch von Krankenhäusern, Einrichtungen für Straßenkinder und der ersten iranischen Universität für Menschen mit Behinderung. Außerdem wird es wieder in ein großes afghanisches Flüchtlingscamp im Iran gehen. Ein Workshop für iranische Clowns steht ebenfalls auf dem Programm. Susie Wimmer war zuletzt 2017 mit zwei deutschen Clowns ohne Grenzen im Iran, begleitet von Filmemacher Walter Steffen. Nun ist es ihre siebte Reise dorthin. Mit dem Film „Joy in Iran“ wollte Steffen die Arbeit der Clowns ohne Grenzen bekannt machen und einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Außer im Iran wollen die Clowns heuer noch in Albanien und Indien aktiv sein. In Albanien werden im besonders armen Norden des Landes Einrichtungen besucht, die Kinder vor der dort immer noch praktizierten Blutrache schützen. 2015 und 2016 waren bereits deutsche Teams der Clowns ohne Grenzen in dem „wohl rückständigsten Land Europas“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. In Indien ist vor allem ein Besuch im Süden des Landes geplant, mit der Aufführung eines Straßenvarietés für die Armen in der Region. „Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt dieser Reisen. In all diesen Ländern besteht weiterhin großer Bedarf. Wir knüpfen überall dort an unsere Arbeit der vergangenen Jahre an“, erläutert Alexander Strauß, erster Vorsitzender der deutschen Sektion der Clowns ohne Grenzen.

Ähnlich wie die Ärzte ohne Grenzen sind die Clowns ohne Grenzen ehrenamtlich in Krisengebieten unterwegs. In der deutschen Sektion sind rund 100 Clowns, Artisten und Musiker aktiv. „Bevor ihr kamt, haben die Kinder Krieg gespielt, jetzt spielen sie Clowns“, berichtet ein Mitarbeiter im jordanischen Flüchtlingslager Záatari. Seit der Gründung der deutschen Sektion der Clowns ohne Grenzen im Jahr 2007 wurden rund 60 Reisen in 22 Länder organisiert. Ihre Auftritte führten die Clowns unter anderem nach Albanien, Bolivien, Kenia, Nepal, Peru, Rumänien, Russland, Senegal, Syrien und in die Ukraine. 2015 wurden die Clowns ohne Grenzen Deutschland e.V. im Rahmen des startsocial-Wettbewerbs von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet. 2016 wurde dem Verein die renommierte Theodor-Heuss-Medaille für sein zivilgesellschaftliches Engagement und den Einsatz für Demokratie und Freiheit verliehen.

Von Kreisbote

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