Weilheims evangelische Gemeinde begrüßt die 24-jährige Diakonin Ruth Grünwald

Ein impulsiver Wirbelwind

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Bei ihrer offiziellen Amtseinführung in der Apostelkirche erhielt Jugenddiakonin Ruth Grünwald (2. v. li.) viele gute Wünsche. Mit auf dem Billd: Ulrike Fries-Wagner (li.), Michaela Kleemann und Axel Piper.

Weilheim – „Es hat lange gedauert, bis unsere Jugenddienststelle wieder besetzt wird und dann auch noch mit Ihnen. Aber das Warten hat sich gelohnt. Herzlich willkommen“, begrüßte Dekan Axel Piper im Namen der Gemeinde am vergangenen Samstag die neue Diakonin Ruth Grünwald in der Apostelkirche.

Die ungewöhnliche Kulisse mit den 500 aufgehängten Schwänen passe zwar gut, sei allerdings nicht ihr geschuldet, sondern dem aktuellen Projekt Lichtkunst, so Piper mit leichtem Schmunzeln. Die Anwesenheit der vielen jungen Gemeindemitglieder hatte ihren Grund. Die 24-Jährige wird künftig jeweils zur Hälfte in der Gemeinde- und Jugendarbeit eingesetzt und hat sich dort bereits bekannt gemacht.

Geschmunzelt wurde auch beim Interview mit Dekanatsjugendpfarrerin Ulrike Fries-Wagner. Grünwald beschrieb sich als Naturmensch, offen, aufgeweckt, spontan, fröhlich, impulsiv, aber auch „pingelig“. Auf die Veränderungen in den Lebensumständen angesprochen erklärte sie: „In der Ausbildung lebte ich im Wohnheim, hier habe ich eine eigene Wohnung. Für mich hat der Urlaub immer begonnen, wenn ich die Berge sah. Hier sehe ich sie nun jeden Tag. Ich bin sehr gespannt auf meinen Weg in Weilheim, werde wohl öfter den Blick zu den Bergen richten und darauf vertrauen, dass von dort oben Hilfe kommt“, sagte sie.

Mitdiakonin Michaela Kleemann kennt ihre Mitschwester vom Studium her und beschrieb sie als sehr engagierten Menschen. Sie habe stets eine offene Tür für die kleinen Sorgen und Nöte ihre Kolleginnen gehabt. Ihr Wunsch für sie: „Ich hoffe, dass sie sich diese Offenheit und Motivation im künftigen Leben erhält.“ In den ihrer Segnung vorausgehenden Fragen von Dekan Axel Piper und Pfarrerin Fries-Wagner, ob sie ihre Sendung annehme und bereit für die Übernahme des Amts einer Jugenddiakonin sei, antwortete sie: „Ja, mit Gottes Hilfe.“

Ruth Grünwald wurde 1993 in Roth/Mittelfranken geboren. Nach dem Abitur in der Kleinstadt Lichtenfels studierte sie am Ausbildungsort Rummelsberg Soziale Arbeit und Diakonie und absolvierte im August 2017 erfolgreich die Prüfungen. Die Stadt Weilheim als Dienstort sei aufgrund der Beschreibung bereits während des Studiums ihr Wunsch gewesen. „Es ist Weilheim geworden und ich bin sehr froh, weil alles – Kollegen, Jugend und Aufgaben – passt“, erklärte Grünwald im Gespräch mit dem Kreisboten.

Georg Müller

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