Praxisgemeinschaft Blumenröhr spendet an "Weissen Ring"

Für die Opfer

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Lorenz Haser (rechts) bedankte sich in der Praxis bei Bernhard Blumenröhr für die großzügige Spende.

Weilheim – Oft interessieren sich die Menschen nach einer schlimmen Straftat nur für die Geschichten der Täter. Doch was ist eigentlich mit den Geschichten der Opfer?

Für sie interessieren sich die Mitglieder des „Weissen Rings“. Der „Gemeinnützige Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“ bietet Betroffenen Beistand und individuelle Betreuung nach der Straftat sowie umfassende Hilfestellungen im Umgang mit den Behörden und Begleitung zu den Gerichtsterminen. Darüber hinaus unterstützt der „Weisse Ring“ Opfer auch bei materiellen Notlagen, zum Beispiel durch Übernahme der Anwaltskosten, Erholungsmaßnahmen für die Geschädigten und ihre Familien bis hin zur Überbrückung finanzieller Notlagen infolge der erlittenen Straftat durch Soforthilfen, finanzielle Opferhilfen, Rechtsberatungsschecks und Psychoberatungsschecks. Alle Leistungen des „Weissen Rings“ sind weder an eine Mitgliedschaft noch an sonstige Verpflichtungen gebunden. Finanzielle Zuwendungen brauchen zudem nicht zurückgezahlt werden.

Neben der Hilfe im Einzelfall tritt der Verein auch öffentlich für die Belange der Kriminalitätsopfer ein. So fordern die Mitglieder mitunter eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation der Geschädigten und zwar sowohl bei der staatlichen Opferentschädigung als auch beim Opferschutz.

Um die Arbeit des „Weissen Rings“ zu unterstützen, übergab Dr. Bernhard Blumenröhr von der Praxisgemeinschaft Dr. Sabine Blumenröhr und Dr. Bernhard Blumenröhr 3 000 Euro an den Leiter der Außenstelle des „Weissen Rings“ Weilheim-Schongau, Lorenz Haser.

Das Geld stammt von dem Verkauf von Zahngold, das Blumenröhrs Patienten ihrem Arzt dafür gespendet haben. Um die Summe rund zu machen, legte die Praxis „a bisserl was drauf“, so Blumenröhr. Seit rund 20 Jahren werden durch diese Aktion gemeinnützige Zwecke unterstützt. Dieses Mal fiel Blumenröhrs Wahl auf den „Weissen Ring“, da er schon lange vor hatte, dem Verein etwas zukommen zu lassen.

In der Außenstelle Weilheim-Schongau betreuten die sieben ehrenamtlichen Mitarbeiter 2017 insgesamt 47 Menschen, die Opfer von Kriminalität wurden. Dabei konnte den Opfern, die durch die Straftat in eine finanzielle Notlage gerieten, mit über 11 000 Euro geholfen werden. Des Weiteren wurden in 2017 vier Hilfeschecks für eine anwaltliche Erstberatung vergeben und in zwei Fällen Rechtshilfe gewährt. Was die Straftaten anbelangt, seien im Landkreis 25 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt und ebenfalls 25 Prozent Sexualdelikten zuzuordnen, sagte Haser.

Von Sofia Wiethaler

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