Weit über Tellerrand geschaut – Manfred Neupfleger verabschiedet sich in den Ruhestand

Ingo Remesch (li.) überreichte Manfred Neupfleger die Silbermünze der Stadt Weilheim. Foto: Jazbec

Dein Herz schlägt für die arbeitenden Menschen und das ist dir nicht hoch genug anzuerkennen“, lobte Manfred Heeb, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer bei ver.di im Oberland, in seiner Laudatio für Manfred Neupfleger.

Der nun ehemalige Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Oberland wurde mit einer Feier in der Waldwirtschaft am Gögerl vergangenen Freitag von vielen Freunden, Kollegen und Wegbegleitern in den Ruhestand verabschiedet. „Was wird mir ab heute fehlen? Bestimmt nicht die Abendtermine und der Stress“, blickte er zurück. „Jedoch werden mir die Menschen fehlen, mit denen ich jahrelang zusammengearbeitet habe.“ Begonnen hat Manfred Neupfleger seine hauptamtliche Karriere 1982 bei der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft. Beim DGB war er von 1998 bis 2011 beschäftigt, davon zehn Jahre als Vorsitzender der DBG Region Oberland (Landkreise Miesbach, Bad Tölz- Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen). In dieser Zeit setzte er sich immer lautstark für Arbeitnehmerinteressen ein. Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik als alternierender Vorsitzender der Agenur für Arbeit Weilheim. In Gesundheitsfragen sowohl im AOK Beirat als auch, wenn es um ein ausreichendes Angebot an Kliniken im Oberland und deren qualitative Ausstattung ging. Mit dem Tourismusgutschein für Garmisch-Partenkirchen schaffte er es, eine wichtige Diskussion in der Wirtschafts- und Struk- turpolitik anzustoßen. Aber auch beim Ziel, das Oberland als Standort für die Industrie zu erhalten, mussten einige politische Kämpfe geschlagen werden. Lautstark setzte er sich auch in seiner DGB-Zeit beim Kampf gegen die Rechte Szene ein. Herausgehoben sei hier seine Funktion als Sprecher des Werdenfelser Bündnisses. Komplett in den Ruhestand möchte Neupfleger sich nicht verabschieden. „Ich kann von heute auf morgen nicht so tun, als ob mich die Sorgen und Nöte der Menschen nichts mehr angehen“, sagte der 61-Jährige. Er wird sich in seiner Freizeit nach wie vor einbringen, auch wenn er dann nichts mehr zu sagen hat, versprach Neupfleger. Zweiter Bürgermister Ingo Remesch war auch unter den Laudatoren und überreichte mit großem Dank im Namen der Stadt die Silbermünze der Stadt Weilheim an Neupfleger. Sichtlich überrascht und gerührt nahm er die Münze entgegen. Die neuen Kollegen wurden auch vorgestellt. Seit dem 1. Mai vertreten nun die Regionssekretärin Simone Burger und Sekretär Karlheinz Schmidt den Deutschen Gewerkschaftsbund im Oberland.

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