Wenn’s allein nicht weitergeht – Jugendsozialarbeiter Andreas Pudil steht Weilheimer Mittelschülern bei Problemen zur Seite

Als sehr erfolgreich bewertet Rektor Georg Schmidt (li.) die Jugendsozialarbeit an der Weilheimer Mittelschule. Der Projektbeirat begleitet diese und setzt sich zusammen aus (ab 2. v. li.): Schulamtsleiterin Gabriele Freidhoff, Konrektor Bernhard Bürger, Andreas Pudil, Mechtild Gödde, Helmut Hein als Vetreter der Stadt Weilheim und Rainer Strick vom Amt für Jugend und Familie. Foto: Gsöll

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KATHARINA GSÖLL, Weilheim – Ein außenstehender Berater, eine Anlaufstelle, die getrennt vom Schulalltag, Hilfe anbietet will Andreas Pudil für die Schüler der Wilhelm-C.-Röntgen Mittelschule sein. Seit zwei Jahren leitet er dort die Jugendsozialarbeit, die vor drei Jahren an der Schule eingerichtet wurde. Der Diplom-Sozialpädagoge stellte in seinem Jahresbericht 2010 vor kurzem die Schwerpunkte seiner Arbeit des vergangenen Jahres vor. Dies sind vor allem präventive Angebote wie das Kompetenztraining „Lions Quest“, das die Schüler zwei Jahre lang mit wöchentlichen Gruppenübungen in Sachen „Soft Skills“ begleitet. Themen wie Vorurteile, Selbstvertrauen, Gefühle oder das Zusammenleben in der Klassengemeinschaft werden dabei behandelt. „Als sehr erfolgreich hat sich die neu eingerichtete Fußballgruppe erwiesen“, lobte Mechthild Gödde, Leiterin des Erziehungs- und Jugendhilfeverbunds (EJV) Oberland. Die Gruppe besteht aus 20 Spielern, davon zwei Drittel mit Migrationshintergrund, und fördert die Integration, die Lust, sich zu bewegen aber auch das Einhalten von Regeln. Fünf mal pro Jahr bietet Pudil einen Elterntreff an, der einerseits dem Austausch mit der Schule und andererseits der Eltern untereinander dienen soll. Zusammen mit der Polizei Weilheim werden Siebtklässler beim Drogenpräventionsprojekt „Sauba bleim“ über das Thema Sucht und deren Folgen aufgeklärt. Mit der wichtigste Teil der Jugendsozialarbeit ist die Einzelfallhilfe. Schulschwierigkeiten, aber auch mangelnde Integration in den Klassenverband, Mobbing, Streit mit Mitschülern oder Lehrern und familiäre Probleme sind die häufigsten Gründe, warum sich Jugendliche an Pudil wenden oder an ihn vermittelt werden. Durch die Zusammenarbeit Schule – Jugendhilfe soll ein positiveres Schulklima geschaffen werden. Träger der Jugendsozialarbeit ist die Katholische Jugendfürsorge (KJF) Augsburg.

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