Ein Sensor für jeden Stellplatz

Werkausschusssitzung Murnau: Parkleitsystem und Einzelplatzerfassung

Tiefgarageneinfahrt des Kultur- und Tagungszentrum Murnau
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Sollte sich der Marktgemeinderat für ein Parkleitsystem entscheiden, soll in der Tiefgarage des Kultur- und Tagungszentrums eine Einzelplatzerfassung erfolgen.
  • VonAntonia Reindl
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Murnau – Da muss sich Dr. Josef Raab noch ein wenig gedulden, ob er will oder nicht. Als der Werkausschuss in seiner jüngsten Sitzung über eine Einzelplatzerfassung in der Tiefgarage des Kultur- und Tagungszentrums (KTM) im Zuge des Parkleitsystems debattiert, hätte der Grüne gerne ein wenig länger und mehr über das System diskutiert. Doch Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) vertröstete ihn auf den Herbst.

In der jüngsten Werkausschusssitzung stimmte das Gremium über die Installation einer Stellplatzerfassung ab. In den Blick genommen werden soll dabei die Tiefgarage am KTM, die von den Gemeindewerken betrieben wird. Herausgefunden werden soll dabei, wie es um die Belegung der Parkplätze in der zentral gelegenen Tiefgarage steht. Das könnte man eigentlich auch über eine Ein- und Ausfahrtszählung, doch diese funktioniert „aus verschiedenen Gründen nicht genau und muss immer wieder korrigiert werden“, heißt es seitens der Gemeindewerke. Daher will man nun also eine Einzelplatzerfassung anvisieren, bei der jeder Stellplatz mit einem Sensor versehen wird. Das ist zwar nicht ganz günstig, die Kosten werden auf etwa 45 000 Euro geschätzt, doch zumindest winkt eine Förderung von mindestens 60 Prozent.

„Ich hab ein paar grundsätzliche Fragen und Anmerkungen“, meint Dr. Josef Raab (Grüne) beim Blick auf das Vorhaben. Raab erinnert an das Votum im Hauptausschuss, gemäß jener Abstimmung wolle man zunächst die Planung für das Parkleitsystem durchführen, dann „erstellt man das Nächste“, erinnert Raab. Beuting nickt. „Das widerspricht sich nicht“, meint der Rathauschef, schließlich soll die Einzelplatzerfassung mit in die Planung aufgenommen werden. Raab aber möchte „erst schauen, ob man ein Parkleitsystem braucht und will“. Schauen kann man, kann er auch noch in Ruhe, denn wie Gemeindewerkeleiter Karl Steingruber betont, wolle man sich erst dann für eine Einzelplatzerfassung entscheiden, „wenn ein Parkleitsystem kommt“. Raab blickt kritisch drein, „das steht so aber nicht in der Vorlage“, merkt er an. „So ist es aber gemeint“, antwortet Beuting und ruft Stephanie Neumeir-Schrank auf, die ein Handzeichen gegeben hat. Raab hat aber noch was zu sagen, „darf ich noch fertig reden? Es sind vier Punkte“, so der Grüne. „Das war der Erste…“, schließt der Bürgermeister daraus.

Raab stellt in Frage, ob man „wirklich ein Parkleitsystem für Einheimische braucht“. Das, was das Parkleitsystem erbringe, könnte man ebenso gut im Marktboten publizieren, findet Raab und spricht von einem Informationsmangel. Der Anstoß zu einer Debatte, die Beuting nun aber nicht führen möchte, „jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um über den Sinn oder Unsinn eines Parkleitsystems zu sprechen“. Jedoch will Beuting für den Beschlussvorschlag „einen Satz spendieren“. Voraussetzung für die Einzelplatzerfassung soll demnach ein Marktgemeinderatsbeschluss pro Parkleitsystem sein.

Raab lächelt, nun nicht über die Sinnhaftigkeit des Parkleitsystems zu sprechen, „nehme ich so hin“. Auch Beuting grinst und meint: „Sparen Sie sich das für Herbst auf.“ Welf Probst (FWG) glaubt derweil, dass das Geld gut investiert wäre und fügt an, dass das Parkleitsystem ja nicht nur für das Zentrum geplant sei, sondern auch für andere Areale, etwa am Staffelsee.

Einstimmig beschließt das Gremium am Ende, eine Einzelplatzerfassung im KTM mit Kosten von circa 45 000 Euro und einer Fördermöglichkeit von mindestens 60 Prozent durchführen zu lassen, vorausgesetzt, der Marktgemeinderat beschließt ein Parkleitsystem.

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