Wessobrunn: Gasthof „Bayerischen Hiasl“ soll Vereinsheim werden

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Die leerstehende Gaststätte in Forst könnte bald zum Vereinsheim umfunktioniert werden.

Wessobrunn/Forst – Diese Nachricht sorgte für viele überraschte Gesichter bei den Besuchern der letzten Wessobrunner Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause.

Die Gemeinde plant den seit Jahren leer stehenden Gasthof „Bayerischen Hiasl“ in Forst in Erbpacht zu kaufen und daraus ein Vereinsheim zu machen. Das davor angedachte Neubauprojekt neben dem Sportheim, das ersten Berechnungen nach bis zu fünf Mio. Euro gekostet hätte, hat sich damit erledigt. Ins Rollen kam das Thema bei einer Ortsbesichtigung von Bürgermeister Georg Guggemos im Rahmen der kürzlich durchgeführten Klausurtagung. In Forst lief ihm dabei Georg Buchner-Arnold über den Weg. Bei dem Gespräch mit dem „Hiasl“-Besitzer kam das Thema Pacht der Gaststätte durch die Gemeinde zur Sprache.

„Er zeigte sich einem langfristigen Pachtverhältnis auch auf Erbpacht sehr offen“, berichtete Guggemos, der sich eine schriftliche Bestätigung holte, ehe er die Idee mit den Forster Vereinen besprach. „Von deren Seite besteht Interesse an der Nutzung der Gastwirtschaft“, führte Guggemos aus. „Das Ganze ergab sich kurzfristig, wenn es hinhaut, hätten alle Vereine eine Heimat“, ergänzte Gemeinderat Andreas Reßler, der in vielen Forster Vereinen vertreten ist und in die Gespräche eingebunden war.

Der Rathauschef stellte dem Ratsgremium einen möglichen Fahrplan für das „Vereinsheim-Hiasl“-Projekt vor. Zunächst soll eine Wertermittlung des Gebäudes erfolgen. Ein dafür nötiges Gutachten ist mit 2 300 Euro veranschlagt. „Die Gemeinde und der Besitzer teilen sich die Kosten jeweils zur Hälfte“, erklärte Guggemos. Im Anschluss sollen die Eckdaten für Pachtzins und Pachtdauer, angedacht sind 50 Jahre, abgesteckt und die Fördermöglichkeiten geprüft werden. Zudem wird die Bausubstanz des Gebäudes mit den örtlichen Betrieben in Augenschein genommen.

Im Anschluss soll ein Raumkonzept mit den Vereinen besprochen werden. Nach einer Diskussion im Gemeinderat wird ein Vertragsentwurf erstellt, der dann dem Landratsamt vorgelegt wird. Sofern es von dort grünes Licht gibt muss das Ratsgremium zustimmen, ehe der Vertrag unterschrieben werden kann. Auch für die Feuerwehr, die im Neubau eines Vereinsheim mit eingeplant war, die aber im „Hiasl“ keinen Platz findet, soll nach einer Lösung gesucht werden.

„Wir prüfen Möglichkeiten am alten Standort, aber auch einen in der Nähe der Wirtschaft, der allerdings nicht als Fremdkörper wirken darf“, erläuterte Guggemos, dessen Fahrplan vom Gemeinderat ohne Gegenstimme abgesegnet wurde.

Von Roland Halmel

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