Nächster Schritt zum Dorfladen

Wessobrunner Gemeinderat segnet Bauleitplanung für Keller-Liesl-Haus ab

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Auf der Anschlagtafel auf dem Grundstück des Keller-Liesl-Haus wird über das Bauprojekt informiert.

Wessobrunn/Haid – Im vergangenen Jahr fiel die Entscheidung für ein Architekturbüro, das das Gebäude auf dem ehemaligen Keller-Liesl-Haus Areal in Haid plant, in dem unter anderem ein Dorfladen einziehen soll. In den ersten beiden Sitzungen des Wessobrunner Gemeinderats in diesem Jahr folgten nun weitere Schritte zur Verwirklichung des Projekts, das im Ort und auch innerhalb des Gremiums nach wie vor Kritiker hat.

Auf der Tagesordnung standen die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie der Bürger, die im Auslegungsverfahren des Bebauungsplans eingegangen waren. Die Änderungen und Anregungen der ersten Veröffentlichungsrunde, die eingearbeitet wurden und erneut zur Auslegung kamen, wurden in der jüngsten Sitzung besprochen. Ein Besucher hatte in der Bürgerviertelstunde angesichts der Ungewissheit, welche Auswirkungen die Corona-Krise nach sich ziehen wird, vergeblich eine Verschiebung angemahnt. „Vor dem Corona-Hintergrund wird sich vieles ändern. Für uns gilt es zunächst soweit es geht weiterzumachen“, erklärte Bürgermeister Helmut Dinter, ehe er auf die Stellungnahmen einging.

Von Seiten der Behörden oder Verbände gab es keine gravierenden Einwände. Von Bürgerseite wiederholte Konrad Kratzl seine bereits geäußerten Bedenken bezüglich der Größe des Projekts, das ihm überdimensioniert erscheint. „Das Schreiben ist rechtlich eigentlich obsolet, da es die gleichen Einwände sind wie voher“, sagte Dinter, der dennoch auf Kratzl einging, wobei er die Sonderrolle einer Gemeinde bei Bauprojekten betonte. „Beispielsweise schaut ein Feuerwehrhaus auch anders aus als die Umgebungsbebauung.“

Richilde Kölbl verwies bei der Größe auf ein aktuelles Vorhaben in Pähl, das ähnlich üppig ausfällt. „Da wird ein neues Rathaus mit Tagespflege und Wohnungen gebaut.“ Rupert Sedlmayr störte sich dagegen an planerischen Details. „Die vorgesehenen Schleppgauben sollten dann auch den Bürgern erlaubt werden“, regte er an. „Was da letztlich stehen wird, entscheidet der nächste Gemeinderat“, verwies Uli Klitzner auf den aktuellen Projektstand.

Die zur Abstimmung anstehende Bauleitplanung gibt nur einen groben Rahmen vor. Die konkreten Details des Vorhabens werden erst im Bauplan selbst festgelegt. Den will Franz Lutz aber nicht auf die lange Bank schieben: „Gerade in Zeiten von Corona sollten wir das Ganze forcieren mit Blick auf die dann mögliche Nahversorgung und die Entstehung von Sozialwohnungen.“

Bei der Abstimmung über die Satzung herrschte dann auch weitgehende Einigkeit. Mit einer Gegenstimme wurde die vorliegende Bauleitplanung für das Keller-Liesl-Haus beschlossen.

Von Roland Halmel

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