Wetterschutzhütte am Rande des Murnauer Mooses der Öffentlichkeit übergeben

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Willi Müller, Verschönerungsverein Murnau; Bürgermeister Rolf Beuting und Dr. Heiko Liebel vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen (v.li.) stoßen auf die neue Wetterschutzhütte am Rande des Murnauer Mooses an.

Murnau – Willi Müller und die Mitglieder vom Verschönerungsverein Murnau sind fündig geworden. Gesucht hatten sie einen passenden Standort für eine Wetterschutzhütte am Rande des Murnauer Mooses. Peter Strohwasser vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen (GAP) hatte die zündende Idee: Die renaturierte Mülldeponie bei Murnau-Westried.

In den 1970er-Jahren befand sich südlich von Murnau-Westried die Hausmülldeponie für den Markt Murnau. Ab 2003 wurde der Abfall von dort zur neuen Deponie in Ohlstadt-Schwaiganger gebracht. Mit den Jahren entwickelte sich in Westried ein einzigartiges Naturjuwel, wie Dr. Heiko Liebel vom Landratsamt GAP erklärte: „Rund um den entstandenen Weiher finden Libellen eine neue Heimat. Außerdem ist das Gewässer die Kinderstube für Erdkröten und Grasfrösche.“ Der Biber fühlt sich hier wohl, wie auch Rohrdommeln und der im Binnenland äußerst seltene Mittelsäger.

Der Platz liegt etwas abseits der Rundwege. Anlässlich einer kurzen Feier wurde die neue Schutzhütte der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich hier um ein Gemeinschaftsprojekt, betonte der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Murnau, Willi Müller: „Die Marktgemeinde stellte das Grundstück zur Verfügung. Die Männer vom gemeindlichen Bauhof gossen das Fundament und fuhren das Bauholz heran. Zimmerermeister Hans Hlawatsch stellte die nach vorne hin offene Hütte auf. Bürger halfen mit Spenden bei der Finanzierung.“

Bürgermeister Rolf Beuting zeigte sich erstaunt, welches Biotop aus der alten Mülldeponie geworden ist: „Ich hoffe, die Menschen behandeln die Hütte pfleglich.“

Wie erreicht man die Wetterschutzhütte im Murnauer Moos? Die Straße von Murnau-Westried nach Grafenaschau fahren, am besten mit dem Fahrrad. Nach der Brücke geht es über die Lindach links zum Wanderparkplatz. Zu Fuß etwa 150 Meter weitergehen und dann linker Hand noch die leichte Anhöhe hinauf.

Von Günter Bitala

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