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Fünf Jahre später zu Besuch bei Helene Schneider und Holger Norton

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Von: Sofia-Leonie Wiethaler

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Liebespaar nach fünf Jahren
Nach fünf Jahren immer noch glücklich: Helene Schneider und Holger Norton im Garten in Wilzhofen. © Wiethaler

Wilzhofen – 2017 war der Kreisbote bereits schon einmal zu Besuch bei Helene Schneider und Holger Norton in Wilzhofen.

Das Paar wollte damals anderen Mut machen. Beide haben vor mehreren Jahren ihre langjährigen Ehepartner verloren und lernten sich durch einen Zufall kennen und lieben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Während Corona seien sie sogar noch enger zusammengerückt sagt Norton. Der Rentner, der zuletzt bei der Forschungsgruppe des Bayerischen Landeskriminalamts tätig war, hat zwar noch seine eigene Wohnung in Weilheim, verbringt aber den Großteil der Zeit bei Schneider in Wilzhofen. Denn gerade im Garten gibt es immer etwas zu tun. Außerdem: „Wir genießen die Ruhe und Stille und sitzen abends gerne auf der Terrasse“, so Norton.

Aber auch Unternehmungen stehen bei dem Paar hoch im Kurs. Ihre letzten Reisen führten sie unter anderem nach Südtirol, Venedig, Wien und an die Nordsee. Flugreisen kämen inzwischen nicht mehr in Frage, sagt Schneider. Bei der Auswahl seiner Reiseziele ist das Paar spontan. Manchmal sehe sie zum Beispiel einen schönen Ort im Fernsehen, erzählt Schneider. Es könne auch vorkommen, dass sie etwas anderes für den Tag geplant hätten und dann beim Frühstück feststellen: „Eigentlich würde ich heute lieber nach Augsburg oder Landsberg fahren.“ Dann setzen sich die beiden ins Auto und verschieben die Aufgaben auf einen anderen Tag. „Wir machen keinen Stress.“ Es gäbe nichts Schöneres, als die Rente und die freie Zeit zu genießen, findet Schneider.

Auch in der Region sind beide gerne unterwegs. Sei es mit dem Radel, um zum Beispiel Eier beim Bauern zu holen, oder bei Dorffesten. Dort sei ihr Partner „voll integriert“, freut sich Schneider. Das bestätigt Norton: „Ich fühle mich hier sauwohl. Hier dürfen noch die Hähne krähen und man hört die Kuhglocken.“ Vor Ort bezieht das Paar auch die Zutaten für sein selbstgebackenes Brot. „Mir macht das Brotbacken viel Freude“, sagt Norton.

Ein weiteres gemeinsamen Hobby ist das Musizieren. Alle drei Wochen kommt ein Musiklehrer ins Haus. Mit seiner Hilfe soll noch ein kleiner Wunsch erfüllt werden: Schneider, die Akkordeon spielt, möchte an Weihnachten zusammen mit ihrem Liebsten, der dafür fleißig am E-Piano übt, musizieren. „Das kommt heuer“, ist Norton guter Dinge. Genauso wichtig wie gemeinsame Zeit sei aber auch, dem Partner Freiraum zu lassen.

Alleinstehenden Menschen, gerade im fortgeschrittenen Alter, gibt das Paar den gleichen Ratschlag wie vor fünf Jahren: Unter Leute gehen, damit man neue Bekanntschaften schließen kann. Egal ob bei Reisen oder beim Einkaufen. Gerade Rentner, die nicht mehr durch die Arbeit eingespannt sind, könnten die freie Zeit dafür nutzen, findet Schneider.

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