Fragen zum Wiedereinstieg in den Beruf beantwortet der "Weilheimer Aktivherbst"

Beruflicher Wiedereinstieg

+
Angeregt lauschten die Teilnehmerinnen dem Vortrag von Judith Kowalski.

Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? In der Arbeitsagentur fand der „Weilheimer Aktivherbst“ statt, der sich mit Workshops und Vorträgen der beruflichen Rückkehr von Frauen und Männern nach der Familienzeit widmet.

Diesen initiierte Maria Vogl, Beauftragte für Chancengleichheit und Frauen im Beruf. Aus unterschiedlichen Blickpunkten wurden in dieser Veranstaltungsreihe vier Themen rund um den beruflichen Wiedereinstieg nach der Familienzeit beleuchtet. Vogl betonte: „Die Veranstaltungen sind für jeden frei zugänglich und völlig unkompliziert.“ 

Die Teilnehmer erhielten Informationen, wie sie Teilzeit planen und mit dem Arbeitgeber verhandeln, professionell nach Jobs suchen sowie Körpersprache und Kommunikation geschickt einsetzen können. Im letzten Vortrag ging es um Recht und Gesetze bei der Teilzeitarbeit. Rechtsanwältin Judith Kowalski referierte kompetent. Die Teilnehmerinnen waren begeistert. 

Daniela (30) aus Obersöchering hat drei Kinder und will sich im Rahmen einer Teilzeitausbildung beruflich weiterqualifizieren. „Über das Projekt bekomme ich wertvolle Infos und Bewerbungstipps,“ sagte sie. Auch Illona aus Peißenberg (46) freut sich über den regen Austausch mit Gleichgesinnten: „Hier komme ich auf Ideen, die ich vorher gar nicht hatte, weil ich hier Menschen mit ähnlichen Sichtweisen treffe.“ 

Agentur-Geschäftsleiterin Annette Farrenkopf wies auf das Potenzial hin, das Mütter als „stille Reserve“ für den Arbeitsmarkt mitbringen: „Die Frauen sind häufig gut ausgebildet, bringen Verantwortungsgefühl mit und Kenntnisse, die andere oft nicht haben.“ Wichtig sei auch, dass Unternehmen familienfreundlich gestaltet werden und familienbedingt pausierende Arbeitskräfte schnell wieder integriert werden. 

Ein Problem, das Maria Vogl erkennt, ist, dass Frauen ihre Qualifikationen oft nicht optimal einsetzen und beispielsweise in einem Minijob verharren, weil es sich besser mit der Familie vereinbaren lässt. Aber durch eine qualifizierte Tätigkeit steige automatisch auch das Selbstwertgefühl. 

Informationen zum beruflichen Wiedereinstieg gibt Maria Vogl unter Tel. 0881/991222 oder Anna Kränsel, Tel. 0881/ 991531.

von Mirjam Mögele

Auch interessant

Meistgelesen

"Der Tiger" ist wieder zu Hause
"Der Tiger" ist wieder zu Hause
Notlandung im Getreidefeld
Notlandung im Getreidefeld
Bauland wird immer teurer
Bauland wird immer teurer
Betrunkener 62-Jähriger kollidiert mit Gegenverkehr
Betrunkener 62-Jähriger kollidiert mit Gegenverkehr

Kommentare