Uwe Wieland ist neuer Kreisbrandmeister für diesen Fachbereich

Wachwechsel beim ABC-Schutz

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Bei der Bestellung des Kreisbrandmeisters „ABC“ hatte auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß ein Wort mitzureden. Re. Uwe Wieland, li. Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta.

Weilheim/Landkreis – Die Aufgaben eines Kreisbrandmeisters für den Fachbereich „ABC“ (Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren) sind vielfältig. Für dieses Amt, das die Kreisbrandinspektion (KBI) im Herbst 2016 erstmals ausgeschrieben hatte, wurde mit Uwe Wieland (41) ein Nachfolger für Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler (61) gefunden, der den Fachbereich „ABC“ bisher in Personalunion mitbetreut hat.

„Ein Kreisbrandmeister muss bei Chemieunfällen sofort Bescheid wissen, was zu tun ist“, leitete Landrätin Andrea Jochner-Weiß im Weilheimer Landratsamt die Vorstellung des 41-jährigen ein. Wie Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta erklärte, scheidet sein Vertreter Kappendobler in einigen Jahren altersbedingt aus. Kappen-

dobler habe das aufwendige Fachgebiet „ABC“ über 30 Jahre lang „mit großem Wissen und Können geführt und möchte es jetzt peu à peu abgeben“.

Neben der Bestellung eines neuen Kreisbrandinspektors stand deshalb auch die Besetzung der Fachstelle „ABC“ an. Um dem Nachfolger genügend Zeit zur Einarbeitung zu geben, sei die KBI frühzeitig aktiv geworden. Sobotta bedauerte, dass sich unter den zehn Bewerbern, die alle in einer Feuerwehr im Landkreis aktiv sind, keine Frau befand. Jeder Kandidat wurde zu einer persönlichen Vorstellungsrunde eingeladen. Laut Sobotta wären alle Bewerber für das Amt qualifiziert gewesen. Er zeigte sich erfreut darüber, „welche Juwelen wir in unseren Feuerwehren haben“. Letztlich fiel die Wahl der 17-köpfigen KBI auf Uwe Wieland.

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer trat in seiner Heimat 18-jährig in die Feuerwehr ein, absolvierte dort etliche Fortbildungslehrgänge und wurde stellvertretender Kommandant. 2007 beendete Wieland seine Mitgliedschaft und studierte Jura. Im Nebenjob fuhr er Taxi. 2009 zog Wieland mit seiner Frau nach Schongau um, wo er ein Taxiunternehmen betreibt. In der Lechstadt trat er als Maschinist in den Feuerwehrdienst ein, 2014 wurde er Gruppenführer. Wielands Frau ist ebenfalls bei der Feuerwehr. Dort haben sie sich in der alten Heimat auch kennengelernt, berichtete der neue Kreisbrandmeister „ABC“ vergangene Woche in der kleinen Vorstellungsrunde.

In fünf Bezirken der Kreisbrandinspektion Weilheim-Schongau fungieren die Kreisbrandmeister als eine Art „Klassensprecher für die Feuerwehren“ (Sobotta). Laut Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes, die der Landtag am 21. Juni beschlossen hat, ist die Bestellung eines Kreisbrandmeisters künftig an die Amtszeit des Kreisbrandrates gebunden.

Breites Aufgabenfeld

Wieland wird die Mitglieder von Kreisbrandinspektion, Landratsamt, Gemeinden und Feuerwehren künftig in allen Belangen des „ABC“-Themenfeldes einschließlich Strahlenschutz beraten und Feuerwehren mit „ABC“-Ausstattung intensiv betreuen. In seinen Verantwortungsbereich fällt es auch, den Gefahrgutzug Penzberg/Weilheim zu koordinieren und bei Einsätzen die Leitung fachlich zu unterstützen oder diese selbst zu übernehmen. Wieland ist dafür zuständig, dass das „ABC“-Konzept Bayern im Landkreis vorbereitet und umgesetzt wird. Er betreut interne Lehrgänge, nimmt an Inspektionssitzungen teil und wirkt bei den Kreisjugendfeuerwehrtagen mit.

Von Maria Hofstetter

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