Lkw transportiert hochgiftiges Kaliumgoldcyanid

Weder Erlaubnis noch Sicherung

Wielenbach - Wie wichtig die Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs durch Spezialisten ist, zeigte sich gestern wieder an einem Parkplatz neben der B2 im Gemeindebereich Wielenbach.

Dort unterzogen Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim gegen 10 Uhr einen Lkw aus dem Bereich Augsburg einer genauen Überprüfung.

Wie sich sehr schnell zeigte, war das auch bitter nötig. Neben zahlreichen Kartonagen und gebündelten Säcken, fanden sich drei Paletten mit Kanistern sowie ein kleiner Karton, der ohne jegliche Sicherung auf einer Einwegpalette lag. In der Schachtel befanden sich 100 Gramm hochgiftiges Kaliumgoldcyanid, in den Kanistern waren diverse ätzende Reinigungsmittel, die ebenfalls dem Gefahrgutrecht unterliegen. Im Falle einer plötzlichen Bremsung oder gar eines Unfalles, hätte das böse enden können.

Bei dieser Menge beziehungsweise dieser Gefährlichkeit der Güter, hätte sowohl das Fahrzeug von außen mit orangefarbenen Warntafeln gekennzeichnet sein, als auch der Fahrer im Besitz einer besonderen Erlaubnis sein müssen. Beides war nicht der Fall, wodurch eine Weiterfahrt nicht in Frage kam.

Erst nach Verständigung eines Ersatzfahrers, der die erforderliche Gefahrgutbescheinigung vorweisen konnte, und einer Nachsicherung der Ladung, konnte der Transport fortgesetzt werden.

Sowohl den Fahrer, als auch den Verlader, den Versender und die befördernde Firma erwartet jetzt ein Bußgeld in jeweils bis zu vierstelliger Höhe.

Von Kreisbote

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