Kreisboten-Serie: 100 Tage im Amt

Wielenbachs Bürgermeister Harald Mansi: "Amt ist noch schöner als erwartet"

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Wielenbachs Bürgermeister Harald Mansi.

Wielenbach – Inzwischen ist es gut 100 Tage her, dass Harald Mansi in Wielenbach das Bürgermeisteramt übernommen hat. Seine Eindrücke und Erfahrungen schildert er im Interview mit dem Weilheimer Kreisboten.

Wie hat sich Corona auf Ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?

Mansi: „Einige Dinge waren doch neu zu organisieren, wie Hygieneregeln für den Kindergarten oder Sitzungen des Gemeinderats. Auch eine erste Infoveranstaltung habe ich als Online-Seminar angeboten. Ansonsten, muss ich ehrlich zugeben, war gerade für den Start und das Einarbeiten mehr Zeit, da einfach viel weniger Besuche von Veranstaltungen anstehen.“

Welche der von Ihnen im Wahlkampf als vorrangig herausgestellten Projekte haben Sie bereits in Angriff genommen?

Mansi: „Wir haben den Haushalt für 2020 und 2021 und einen langfristigen Investitionsplan bis 2025 beschlossen. Eines meiner Wahlversprechen war, den Haushalt transparent und nachvollziehbar darzustellen, einschließlich der Finanzierbarkeit aller versprochenen Projekte. Wir haben für die Gemeinde ein Investitionsprogramm mit einem Volumen von über 24 Mio. Euro bis 2024 auf den Weg gebracht, das macht 7 500 Euro je Einwohner. In der Planung sind alle Vorhaben enthalten, darunter der Neubau des Rathauses mit Bürgersaal als größte Investition, der Hochwasserschutz, die Entwicklung von neuen Bau- und Gewerbegebieten und Investitionen in Straßen und Brücken, Wohnungsbau und ein Haus für Vereine. Herausheben möchte ich aber den Neubau eines zweiten Kindergartens, den wir bereits auf der zweiten Sitzung des Gemeinderats beschlossen haben und für den bereits ein gemeindliches Grundstück beschafft werden konnte.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?

Mansi: „Ja, im vollen Umfang. Man kann für den gesamten Ort was tun, man kann einzelnen Menschen helfen und ich kann alle meine Erfahrungen und Ideen einbringen. Ich habe mich sehr auf dieses Amt gefreut und es ist noch schöner, als ich es erwartet hatte. Auch wenn es Schwierigkeiten und Probleme gibt: die gilt es zu lösen. Und das zu schaffen ist eben einfach schön und motivierend.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?

Mansi: „Ganz oben steht das riesige Investitionsprogramm. Wichtiger ist mir aber, Wielenbach in ein gutes Licht zu rücken: ein richtig schöner Ort zum Leben, eine starke Gemeinde. Es geht uns hier gut. Und darauf können wir stolz sein. Das möchte ich nach draußen transportieren.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu? Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?

Mansi: „Hier haben wir keine Befürchtungen.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers?

Mansi: „Der unterscheidet sich sehr stark – aber mit dem gleichen Ziel: das Beste für die Gemeinde.“

Was möchten Sie Ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?

Mansi: „Bitte nicht nur den eigenen Vorteil suchen, sondern auch an die Anderen denken. Das beginnt beim Parken und geht bis zu Grundstücken für einen Fahrradweg. Als Bürgermeister und Gemeinde sind wir für alle Bürgerinnen und Bürger da. Haben Sie Vertrauen, wir suchen die beste Lösung für die Gemeinde. Es soll für Alle passen.“

Von Maria Hofstetter
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