Gut will wachsen – Pläne für Dietlhofen verabschiedet

„Die Aussagen zur künftigen Nutzung müssen präziser sein“, hatten die Stadträte noch Anfang Juli kritisiert und das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sondergebiet Gut Dietlhofen vertagt. Die Antragsteller besserten nach.

In der Sitzung am 26. Juli wurde das Konzept vom Stadtrat einstimmig verabschiedet. Die christlich orientierte Gemeinschaft „Nehemiah Gateway“ möchte das Gut mit bestehendem Hofladen und Kirche, auf dessen Weiden sich kanadische Bisons tummeln, ausbauen. Unter anderem sollen ein Seminarhaus „für Bildung und geistliche Arbeit“ mit Gästezimmern und Aqua-Physio-Praxis, Tiefgarage und Parkplätze errichtet werden. Landwirtschaft hat Vorrang Dass die Pläne um einen Hofladen mit angegliedertem Tagescafé und einer Backstube ergänzt werden sollen, war bei den Stadträten am 2. Juli auf Skepsis gestoßen. Die Landwirtschaft müsse Priorität behalten und die Zufahrt geklärt werden, wurde gefordert. Die beantragten Nutzungsänderungen seien in der Zwischenzeit von den Betreibern klar definiert und in der Planung genau festgelegt worden, führte Stadtbaumeister Wolfgang Frank aus. Und: Die Landwirtschaft stehe eindeutig im Vordergrund. Die Haupterschließungsstraße für Pkw und Busse soll von Norden her, mit Ausweichbuchten, erfolgen und ist aus Richtung Süden nur als Fuß- und Radweg sowie für landwirtschaftliche Fahrzeuge vorgesehen. Frank verwies auf die Auslegung der Pläne und riet, die Stellungnahmen des Staatlichen Bauamtes und Landratsamtes abzuwarten. CSU-Stadträtin Uta Orawetz schlug in der Diskussionsrunde vor, „den Weg in Richtung Narbonner Ring lieber offen zu halten und nicht zu sperren“, weil sie dies für wesentlich sicherer hält als eine Erschließung von Norden her. Landwirtschaftsreferent Rupert Pentenrieder (BfW) findet das Konzept der Betreiber von Gut Dietlhofen jetzt „nachhaltig und schlüssig“, sparte aber nicht mit mahnenden Worten: „Die Landwirt- schaft muss als erstes realisiert werden. Sonst gibt es keine weitere Bebauung. Wir werden mit Argusaugen darauf achten, dass der erste Schritt vor dem zweiten getan wird.“

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