Win-Win-Situation für alle Beteiligten: AzubiAkademie startet im Herbst

Eine Einladung zum Geschäftsessen steht an. Markus Winkler bereitet dies kein Kopfzerbrechen. Nein! Der 19-Jährige freut sich richtig darauf. Denn im Seminar „Knigge für Auszubildende“ hat der Uffinger gelernt, sich und seinen Arbeitgeber in der Gesellschaft selbstbewusst zu präsentieren.

Markus absolviert bei K&L Ruppert in Weilheim sein erstes Lehrjahr zum Bürokaufmann. Und – das unterscheidet ihn von vielen anderen Lehrlingen in der Region: Markus nimmt an der AzubiAkademie Ammersee-Lech teil und eignet sich dort zusätzliches Wissen an. Wissen, von dem der zielstrebige junge Mann jetzt und später im beruflichen Wettbewerb profitieren kann. Im Jahr 2006 rief die Initiative „Unternehmer im Dialog“ vom Bund der Selbständigen in Bayern (BDS) in Landsberg die erste AzubiAkademie ins Leben. Mit großem Erfolg, wie sich zeigte. 2009 folgte ein weiteres Projekt in Starnberg, und die dritte AzubiAkademie wird im Herbst im Landkreis Weilheim-Schongau starten. Im September ist in Weilheim die erste Ausbilderkonferenz geplant, der erste Unterrichtstag soll im Oktober stattfinden. Bei der Auftaktveranstaltung im Landratsamt Weilheim warben als Initiatoren für das Projekt: Die Wirtschaftsförderung des Landkreises, die BDS-Ortsvorstände von Weilheim und Peiting sowie die Firma K&L Ruppert, unterstützt vom BDS Oberbayern-West. Die AzubiAkademie schafft für kleine und mittelständische Unternehmen ein neues, zusätzliches, kostenloses Ausbildungsangebot für ihre (derzeit) kauf- männischen Lehrlinge. Jeder, der einen Azubi einschreiben möchte, erklärt sich bereit, mit einem Thema seiner Wahl selbst als Dozent tätig zu werden oder einen Stellvertreter zu entsenden. Unterrichtet wird zwei Mal im Monat jeweils zwei Stunden abwechselnd in den teilnehmenden Betrieben. Die Inhalte des Lehrplanes werden in Dozenten-Konferenzen festgelegt. Die für die Unterrichtszeit frei gestellten Azubis sollen sich aktiv einbringen: in Workshops, mit Referaten, gemeinsamer Projektarbeit. Am Ende des Schulungsjahres bekommen Betrieb und Azubi ein Teilnehmerzertifikat ausgehändigt. BDS-Präsident Ingolf F. Brauner hofft „in absehbarer Zeit auf ein bayernweit flächendeckendes Netz“. Gleich anmelden Damit der Start auch in der Region Weilheim-Schongau gelingt, werden acht bis zehn Betriebe mit 20 bis 25 Azubis gesucht. Teilnehmen kann jedes Unternehmen aus dem Landkreis, das kaufmännische Lehrlinge ausbildet, unabhängig vom Lehrjahr. Interessierte Firmen sollten sich umgehend an die Wirtschaftsförderung im Landratsamt wenden. Auskunft gibt es auch unter www.bds-azubiakademie.de. Für Sabine Salvamoser von der Firma K&L liegen die Vorteile dieser Akademie auf der Hand: „Wir waren als Ausbildungsbetrieb in Landsberg von Anfang an dabei. Unsere Erfahrungswerte sind durchweg positiv. Es ist uns ein Anliegen, hier in der Heimat von K&L eine eigene AzubiAkademie zu haben.“ Markus Winkler jedenfalls hat sich viel Know-how angeeignet, das über den Berufsschullehrplan hinausgeht, und branchenübergreifend Einblick in Unternehmenskulturen erhalten. Soziale Kontakte mit anderen Azubis hat er auch geknüpft. Meinungen zum Projekt können Sie im Kreisboten Weilheim-Schongau vom 11. August nachlesen.

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