Wirbelsäulenchirurgie jetzt auch im Weilheimer Krankenhaus – Fachabteilungen kooperieren

Rund um den Rückenschmerz

+
Im neuen Zentrum (ZMC) am Krankenhaus Weilheim wird abteilungs- und standortübergreifend gearbeitet. V. li. Leitender Oberarzt Dr. Florian Faber, die Chefärzte Dr. Florian Soldner und Dr. Thomas Löffler, Leitender Oberarzt Marcel Ziegler und Oberarzt Klaus Lederer. Re. im Bild Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann.

Weilheim – Mit der Neugründung eines medizinischen Zentrums für „Muskuloskeletale Chirurgie“ (ZMC) können jetzt am Krankenhaus Weilheim sämtliche Erkrankungen des Bewegungsapparates behandelt werden. „Kleinere Kliniken müssen neben der Basisversorgung auch medizinische Spezialitäten anbieten, um in Zukunft bestehen zu können“, begründete Thomas Lippmann die weitere Aufrüstung am Standort Weilheim.

Der Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH für Weilheim-Schongau sieht in der wohnortnahen medizinischen Versorgung einen großen Vorteil für die Bevölkerung, als besonders wichtig erachtet er sie für ältere Patienten. Wie Lippmann am Montag bei einem Pressegespräch in der Weilheimer Klinik einräumte, schlage die GmbH damit einen „herausfordernden Weg“ ein. Denn die personelle und technische Aufrüstung der Fachbereiche und das klinikübergreifende Wirken seien kostenintensiv und hätten auch zur Folge, „dass sich das Defizit der Krankenhaus GmbH nicht so schnell abbauen lässt“.

Das Weilheimer Krankenhaus mit seinen aktuell 160 Betten ist laut Lippmann trotz laufender Sanierungs- und Umbauarbeiten (wir berichteten) vollständig ausgelastet: „Wir haben drei Mal so viele Patienten wie vor drei Jahren“, zeigte sich der Geschäftsführer erleichtert. Seine Maxime für die Zukunft: „Wir müssen auf 300 Betten plus x kommen, immer mehr Medizin in den Landkreis bringen und die Spezialisten zu den Patienten ans Bett holen.“

Interdiszinplinäres Arbeiten

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Krankenhaus Schongau mit Chefarzt Dr. Florian Soldner wird ihr Leistungsangebot nach Weilheim erweitern und sich dort mit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, geführt von Chefarzt Dr. Thomas Löffler, zusammenschließen. In dem neuen Zentrum (ZMC) können sämtliche Erkrankungen des Rückens behandelt werden. War dies bisher bei traumatologischen Verletzungen möglich, so sind künftig auch für degenerative Rückenprobleme Spezialisten vor Ort. „Dieser medizinische Teilbereich hat bisher in Weilheim gefehlt“, so Chefarzt Löffler. Interdisziplinäre Kooperationen – auch mit anderen Klinikabteilungen wie Anästhesie, Kardiologie und Intensivmedizin – könnten nun effektiver und schneller erfolgen. Dr. Florian Faber, der zur Verstärkung ins Team geholt wurde, deckt als Facharzt für Neurochirurgie sowie für Unfallchirurgie und Orthopädie zwei Fachbereiche ab. „Das ist außergewöhnlich“, stellte Chefarzt Dr. Florian Soldner fest.

Soweit möglich wird im neuen ZMC minimal-invasiv, also möglichst gewebeschonend, operiert. Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenerkrankungen bilden dabei die Schwerpunkte. Bei operativen Eingriffen an der Wirbelsäule kommt fast immer das Mikroskop zum Einsatz. Physiotherapeuten begleiten die von den niedergelassenen Ärzten überwiesenen Patienten, damit sie möglichst schnell wieder mobil und schmerzfrei werden.

Die Termin- und Sprechstundenvereinbarung für die Wirbelsäulenchirurgie erfolgt über das MVZ Weilheim, Tel. 0881/8129, oder neurochirurgie@kh-gmbh-ws.de.

Von Maria Hofstetter

Auch interessant

Meistgelesen

"Gleis-Goaß" unterwegs in der Region
"Gleis-Goaß" unterwegs in der Region
Faulturm, Stromspeicher und mehr
Faulturm, Stromspeicher und mehr
Zeitgewinn durch Warnsystem
Zeitgewinn durch Warnsystem
Ein Fest für Augen, Mund und Ohren
Ein Fest für Augen, Mund und Ohren

Kommentare