Fehlende Kommunikation als Ursache genannt – Stadt und Gewerbeverband reagieren überrascht

Wirte steigen aus Französischer Woche aus

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Die Wirte haben sich dazu entschieden, aus der Französischen Woche auszusteigen.

Weilheim – „Die 30. Französische Woche war eine rundum gelungene Veranstaltung“, so heißt es in einer Mitteilung des Städtepartnerschaftsbüros.

Umso überraschender ist der Inhalt einer weiteren Pressemeldung, in der die Wirte GbR erklärt, aus der Französischen Woche – „in der aktuellen Organisationsstruktur mit der Stadt Weilheim, dem Gewerbeverband und der Wirte GbR“– auszusteigen. Die Meldung wurde von Florian Instinsky, Davide Carbone, Dr. Norbert Vidal, Michael Daisenberger, Franz Zwerger, Franziska Glas und Leopold Glas unterzeichnet. Dort heißt es weiter, dass „unterschiedlichste Vorstellungen in Bezug auf die Zusammenarbeit, Organisation und Durchführung“ des viertägigen Festes die Wirte zu diesem Schritt bewogen hätten.

Auf Nachfrage des Kreisboten wurde aber vieles relativiert. Es sei „nichts Dramatisches“ vorgefallen, sagte Carbone von der Wirte GbR, aber in den letzten Jahren sei zu wenig kommuniziert worden. Durch den Ausstieg würden die Wirte der Stadt und dem Gewerbeverband die Möglichkeit geben, über die Organisation nachzudenken. Wenn sich die Beteiligten dann für einen Weg mit den Wirten entscheiden, müsse man sich zusammensetzen und darüber reden.

Es gebe keine persönlichen Gründe, ihnen ginge es um das Konzept, so Carbone. Er betonte, dass sich die Wirte „bei der Stadt und dem Gewebeverband bedanken“ wollen. Es sei ihr Wunsch, dass die Französische Woche „noch mindestens 30 weitere Jahre“ stattfindet.

Äußerst überrascht zeigte sich Thomas Grün, Schatzmeister des Gewerbeverbands: „Ich wusste gar nichts.“ Zwar sei er nicht bei jeder Arbeitssitzung dabei gewesen, er habe das Miteinander aber als sehr harmonisch empfunden. Was die Gründe für den Ausstieg anbelange, herrsche bei ihm „völlige Ratlosigkeit“.

Überrascht war auch Jutta Liebmann, Leitung des Amts für Standortförderung, Kultur und Tourismus. Auch sie erfuhr erst aus der Pressemeldung von dem Rückzug. Ansonsten klang sie versöhnlich. „Ich sehe das gar nicht so dramatisch.“ Im Endeffekt würden die Wirte „finanziell drinstecken“. Es werde auf jeden Fall Gespräche zwischen allen Beteiligten geben und auch bei der Nachbesprechung der Veranstaltung in drei Wochen soll das Thema behandelt werden. Zudem biete sich so die Möglichkeit, das Konzept zu überarbeiten und das Angebot an französischen Spezialitäten zu erweitern, wie es in ihrer Stellungnahme heißt. Das Jahr bis zur nächsten Französischen Woche könne nun für die entsprechende Planung genutzt werden.

Was den Fortbestand der beliebten Veranstaltung auf dem Marienplatz anbelangt, müssen sich die Weilheimer laut Liebmann wohl keine Sorgen machen: „Sicher ist, die Französische Woche wird es auch in 2018 geben“, steht für die Amtsleiterin außer Zweifel.

Von Sofia Wiethaler

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