Auftakt zum Wirtschaftsforum am Dienstag, 26. März

Murnau zur Marke machen

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Bringen das „Wirtschaftsforum Murnau“ an den Start. V.li.: Bürgermeister Rolf Beuting, Guntram Gattner, Wirtschaftsförderverein Murnau, und Jan-Ulrich Bittlinger, Wirtschaftsförderer der Marktgemeinde.

Murnau – Im Mai 2017 ging das Innovationsquartier im James-Loeb-Haus an den Start (wir berichteten). Die in diesem Gründer- und Netzwerkzentrum gemachten Erfahrungen sollen nun auf den gesamten Wirtschaftsbereich Murnaus übertragen werden. Das neue „Wirtschaftsforum Murnau“ ist eine Initiative der Marktgemeinde. Auftakt ist am Dienstag, 26. März, im Kultur- und Tagungszentrum.

Laut Bürgermeister Rolf Beuting gibt es in Murnau rund 1 400 Firmen, die alle mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Das ist der demografische Wandel einer älter werdenden Gesellschaft. Das ist der Mangel an Fachkräften in allen Branchen. Das ist die Abwanderung junger Leute aus dem ländlichen Raum in die Ballungsgebiete der Städte.

Weitere Themen sind die Mobilität und die Lücken in der Breitband-Versorgung. „Die sich daraus ergebenden Fragen wollen wir mit den Wirtschaftsleuten vor Ort diskutieren“, unterstreicht Beuting. Das „Wirtschaftsforum Murnau“ soll die Plattform dafür sein. Die Marschrichtung lautet: Probleme erkennen, Lösungen konzipieren und umsetzen.

Das Wirtschaftsforum ist eine Kooperation der professionellen Wirtschaftsförderung im Rathaus und dem ehrenamtlichen „Wirtschaftsförderverein Murnau“. Dessen Vorsitzender, Guntram Gattner, verspricht sich über die Ziele des Bürgermeisters hinaus Impulse für das örtliche Stadtmarketing: „Wir wollen Murnau zur Marke machen.“

Die Fäden laufen im Büro des Wirtschaftsförderers Jan-Ulrich Bittlinger zusammen, der berichtet: „In kürzester Zeit haben 120 Firmen ihr Interesse angemeldet.“ Jeder kann mitmachen, vom Einmann-Handwerksbetrieb über Einzelhandel und Dienstleister bis hin zum Mittelständler mit mehreren hundert Beschäftigten. Vorgesehen sind für das laufende Jahr zehn Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Netzwerktreffen – zum Kennenlernen. „Wir wollen als Gemeinde keine Themen vorgeben, sondern Impulse von Seiten der Wirtschaft aufgreifen“, sagt Bürgermeister Beuting.

Los geht es am Dienstag, 26. März, ab 19 Uhr. Im Kultur- und Tagungszentrum an der Kohlgruberstraße referiert der ehemalige Sprecher der Internet-Plattform Wikileaks, Daniel Domscheit-Berg zu digitalen Herausforderungen: „Wo stehen wir heute in Deutschland? Wo müssen wir hin, um international Konkurrenzfähig zu bleiben?“

Mehr Informationen zum Thema finden Interessierte im Internet unter: www.innovationsquartier.com/wirtschaftsforum.

Von Günter Bitala 

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