Der Wirtschaftskrise trotzen - 70 Prozent von über 300 Orla-Ausstellern haben bereits zugesagt

Trotz Wirtschaftskrise blicken die Veranstalter und Organisatoren der 17. Oberland-Ausstellung (Orla) den Messetagen vom 1. bis 5. Oktober optimistisch entgegen. Die Orla 2009, hieß es kürzlich bei einem Pressegespräch im Rathaus, biete den Firmen in Zeiten der Rezession die große Chance, Produkte und Dienstleistungen vor einem breiten Publikum zu präsentieren und neue Kunden zu werben.

Schon seit mehreren Monaten ist die „Josef Werner Schmid GmbH“ (JWS) aus Mörslingen mit den Vorbereitungen für die Informations- und Verkaufsausstellung beschäftigt. „Wir liegen gut im Rennen“, berichtete JWS-Juniorchef Josef Albert Schmid über den Stand der Planungen, die wie bei der Orla 2007 auf über 300 Aussteller ausgerichtet sind. Rund 70 Prozent der anvisierten Kapazität wurden laut Schmid bereits akquiriert. Die Wirtschaftskrise mache sich bislang nur insofern bemerkbar, dass einige Aussteller „nicht mehr mit einem so großen Stand dabei sein wollen“. Großen Zuspruch erwartet sich Schmid auch bei den Besucherzahlen. Die Marke von 2007, als knapp 34000 Messebesucher durch die Hallen strömten, soll heuer sogar noch „ein bisschen gesteigert“ werden. „Die Krisenzeiten drücken die Preise nach unten“, so Schmids Prognose, „da ist es für die Leute interessant, gerade jetzt zuzuschlagen.“ Vor allem der Energiesektor werde ein „ganz starkes Thema“ sein, da sich angesichts steigender Ölpreise viele Kunden nach Versorgungsalternativen umschauen würden. Nach Einschätzung von IHK-Vizepräsidentin Heidrun Brugger nehmen an der Orla viele Branchen teil, die offenkundig noch nicht von der Krise betroffen sind, so der pharmazeutische und medizintechnische Sektor. Mitentscheidend für den Erfolg der Messe sei aber die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, „denn davon hängt letztlich die Kaufkraft ab“, argumentierte sie. Gerhard Trautinger, Messereferent des Weilheimer Stadtrates, sieht die Ausstellung als „Signal“ für eine neue Aufbruchstimmung in der Wirtschaft. Die Orla ist seiner Meinung nach die wichtigste Messe zwischen Garmisch und München und für Weilheim ein Besuchermagnet: „Die Stadt profitiert sehr wohl von der Ausstellung“, betonte Trautinger im Hinblick auf das lokale Gewerbe. Einer internen JWS-Studie zufolge hat sich das Kerneinzugsgebiet bei der letzten Orla deutlich vergrößert. Starke Besucherzuwächse verzeichnete man vor allem im Raum Landsberg/Fürstenfeldbruck und in der Holzkirchener Gegend. „Das ist der Beweis dafür, dass die Oberlandausstellung sehr attraktiv ist und eine hohe Zentralität hat“, unterstrich Schmid die Wertigkeit der Regionalmesse, die heuer zum dritten Mal von der JWS-GmbH organisiert wird. Obwohl die Firma in insgesamt 14 süddeutschen Städten aktiv ist, rangiert Weilheim in der Beliebtheitsskala der JWS-Mitarbeiter ganz oben: „Die Stadt spielt einfach mit“, lobte Schmid das Engagement, „die Leute hier haben es einfach drauf.“ Im Gegensatz zu 2007 wird es heuer übrigens keine vorgezogene Auftaktveranstaltung geben. Die offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten mit dem Bayerischen Wirtschaftsminister und Schirmherren Martin Zeil (FDP) werden zu Beginn des ersten Messetages über die Bühne gehen.

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