Neustart am Gögerl

Biergarten an Weilheims Hausberg hat wieder geöffnet

Biergarten Wirthaus Gögerl in Weilheim
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Rund 220 Menschen finden derzeit Platz im Biergarten. Über 300 können dort unter normalen Bedingungen hinkommen.

Lange haben die Weilheimer und Ausflügler aus der Umgebung gewartet: Nach dreieinhalb Jahren Schließung hat die Traditionswirtschaft am Gögerl wieder geöffnet. Die Feuertaufe haben die neuen Pächter mit einem ersten gut besuchten Biergartenwochenende bereits bestanden.

Küchenchef Damir Mikac ist die Freude anzusehen. Mit breitem Grinsen im Gesicht steht er in der nagelneuen Küche und bereitet alles vor, um mit dem Kochen zu beginnen. Er und sein Freund Zdravko Matić, der Drago genannt wird, sind die Pächter des „Wirtshaus zum Gögerl“. Sie kennen sich seit über zehn Jahren, haben viel Erfahrung in anderen Restaurants gesammelt und sogar lange miteinander gearbeitet. So soll es auch nun wieder sein.

Bereits vor eineinhalb Jahren wurden sie für das leer stehende Wirtshaus angefragt und waren sofort begeistert. Ein anderer Pächter bekam den Zuschlag. Für die beiden Kroaten war das Thema eigentlich abgehakt. Dann wendete sich das Blatt. „Wir bekamen eine Nachricht, dass es doch keinen Pächter gibt“, erinnert sich Mikac, der sein Glück kaum fassen konnte. Seit Herbst 2020 waren die beiden 49-jährigen Männer bereit, Gäste zu Empfangen. Die Pandemie bremste den Tatendrang jedoch.

Wirtshaus zum Gögerl: Impressionen

Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
„Das ist die gemütlichste Ecke bei uns“, sind sich die Pächter einig.  © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Mehrere Helferinnen unterstützen Koch Damir Mikac beim Zubereiten der Gerichte. © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Elemente der ehemaligen Dekoration der Waldwirtschaft wurden an den Wänden erhalten. Koch Damir Mikac (li.) und Zdravko Matić gefällt diese Mischung aus Tradition und neuem Glanz in den Räumen.  © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Koch Damir Mikac füht sich sichtlich wohl in seiner neuen Küche. © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Kellner Robert Runje kümmert sich auch darum, dass die geltenden Auflagen eingehalten werden, zum Beispiel das Aufnehmen der Daten der Gäste. © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Koch Damir Mikac (li.) und Zdravko Matić, genannt Drago, sind die neuen Pächter des „Wirtshaus zum Gögerl“. Sie freuen sich, endlich Gäste empfangen zu dürfen. © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Koch Damir Mikac (li.) – hier mit seinen Kindern Lana und Luka – und Zdravko Matić, genannt Drago, leiten das „Wirtshaus zum Gögerl“ als Familienbetrieb. © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Im großen Ofen werden die Spanferkel von Damir Mikac zubereitet.  © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Rund 220 Menschen finden derzeit Platz im Biergarten. Über 300 können dort unter normalen Bedingungen hinkommen.  © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Ganz vorne im Gastraum soll der Stammtisch entstehen. Ein Schild wird dort bald angebracht. © Gallmetzer
Wirtshaus zum Gögerl in Weilheim
Zdravko Matić (li.) und Robert Runje kümmern sich an den Tischen um das Wohl der Gäste.  © Gallmetzer

So konnte es das ganze Team kaum erwarten, als es am letzten Freitag endlich grünes Licht für die Öffnung des Biergartens gab. Auch bei den Gästen hatte sich die gute Nachricht sofort herumgesprochen. „Seitdem steht das Telefon kaum still“, sagt Matić, als er zum Hörer eilt.

„Die Leute sollen uns jetzt erst mal kennenlernen“, hofft Mikac auf viele Besucher. Daher wird trotz eingeschränktem Betrieb – derzeit dürfen rund 220 Gäste mit Abstand in den Biergarten – die komplette Karte gekocht. Diese ist eine Mischung aus kroatischen und bayerischen Gerichten. Fisch- und Fleischgerichte sind darauf ebenso zu finden wie eine Auswahl für Kinder, Senioren oder Vegetarier. Auch klassische Biergartenbrotzeiten fehlen nicht.

Besonders austoben möchte sich der Koch bei der Tageskarte. „Es wird frischen regionalen Fisch geben, aber auch Dorade aus Kroatien“, schwärmt er. Ein weiteres Highlight: Jedes Wochenende wird ein Spanferkel am Spieß im riesigen Ofen im Biergarten gegrillt und ein Holzkohlegrill soll zusätzlich angeschmissen werden, um dort weitere Speisen zuzubereiten. Für die Zukunft ist auch geplant, Pizza zu backen.

Zdravko Matić (li.) und Robert Runje kümmern sich an den Tischen um das Wohl der Gäste.

Viel Arbeit, für die noch weitere Mitarbeiter gesucht werden. Derzeit besteht das Team aus sieben Menschen. Die Ehefrauen der beiden Pächter packen mit an. „Wir sind ein Familienbetrieb und kennen alle Mitarbeiter schon lange“, sind beide Männer, die je zwei Kinder haben, stolz.

Nun ist die Hoffnung groß, dass die Beschränkungen weiter gelockert werden und auch im rundum sanierten Gastraum aufgetischt werden kann. Denn der kann sich wirklich sehen lassen. Vorbei sind die Tage mit dunklem Ambiente und maroder Einrichtung. „Alles wurde komplett erneuert“, zeigt Matić sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Insgesamt sollen, sofern die Coronabeschränkungen wieder aufgehoben werden, bis zu 400 Menschen bewirtet werden können – auch im großen Gastraum.

Der wirkt durch das viele helle Holz freundlich und einladend. Die urige Gemütlichkeit von einst ist dennoch in Teilen vorhanden geblieben: Viele Dekorationsgegenstände und Bilder erinnern an früher. Vor allem im Nebenraum, in dem rund 70 Gäste Platz finden können, spürt man die besondere Verbundenheit zu Weilheims Tradition. Als Schmankerl gibt es dort den Ausblick auf die Stadt gratis dazu.

Ganz vorne im Gastraum soll der Stammtisch entstehen. Ein Schild wird dort bald angebracht.

Eine außergewöhnliche Aussicht bekommen auch die Besucher des Biergartens. Der Hohe Peißenberg erstreckt sich in seiner vollen Pracht im Blickfeld der Einkehrenden und das atemberaubende Panorama führt weiter bis hin zur Alpenkette. Bei guter Fernsicht lässt sich sogar die Zugspitze mit bloßem Auge ausfindig machen.

Mikac und Matić sind in Weilheim angekommen. „Drago“ hat für seine Familie und sich sogar schon eine Wohnung in der Kreisstadt gefunden. Sein Kollege will es ihm gleichtun, wenn für seinen großen Sohn der Schulwechsel ansteht und die kleine Tochter in die Schule kommt.

Die gesamte Mannschaft des „Wirtshaus zum Gögerl“ hofft nun auf gutes Wetter und weitere Lockerungen der Beschränkungen, um sich den Besuchern in vollem Umfang vorstellen zu können.

Geöffnet hat das „Wirtshaus zum Gögerl“ derzeit täglich von 11 bis 22 Uhr. Die Küche ist durchgehend besetzt. Mehr Infos gibt es unter www.amgoegerl.de

Text: Ursula Gallmetzer

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