Wohnbau Weilheim auf der Suche nach neuem Standort – Geschäftsführer berichtet im Stadtrat

"Wir bleiben in Weilheim"

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Ein Projekt der Wohnbau in Weilheim: Der „Lindenpark“.

Weilheim – Letzte Woche stand für Markus Kleinen, Geschäftsführer der Wohnbau GmbH Weilheim i.OB, nicht nur die Schlüsselübergabe beim „Lindenpark“, sondern auch die Vorstellung der aktuellen Projekte im Stadtrat an.

Zuvor hatte Kleinen schon im Kreistag Rede und Antwort gestanden. Sein Bericht für den Stadtrat sei nun ein bisschen mehr auf die Kreisstadt zugeschnitten, sagte der Geschäftsführer. Insgesamt hat die Wohnbau sieben Kommunen als Gesellschafter und den Landkreis Weilheim-Schongau. Weilheim hat nach dem Landkreis mit 49 die meisten Stimmanteile (18). Was die Wohnungen anbelangt, ist die Kreisstadt Spitzenreiter unter den Kommunen – die 2018 fertiggestellten Wohnungen miteinbezogen, gibt es dort 700. 243 davon sind sozial gebunden. Insgesamt gehören 1 644 Wohnungen zur Wohnbau.

Kleinen gab den Stadträten einen Überblick über die verschiedenen Projekte der Wohnbau in Weilheim, Seeshaupt, Penzberg und Murnau. Was zukünftige Maßnahmen anbelangt, kann die Wohnbau auf eine 2018 durchgeführte Potentialanalyse zurückgreifen, welche Möglichkeiten für die Nachverdichtung, Aufstockung und für Ersatzneubauten im eigenen Bestand berücksichtigt. Sie ergab 20 denkbare Projekte und bis zu 370 zusätzliche Wohnungen. Das sei ein Programm für die nächsten 15 Jahre, sagte Kleinen.

Zwei konkrete Projekte für Weilheim gibt es aber schon: Dabei handelt es sich einmal um das Gelände an der Seitzstraße. Das in den 1950ern erbaute Gebäude sei im Ganzen nicht mehr sanierungsfähig. Daher werden die Wohnungen, wenn ein Mieter auszieht, nicht mehr nachvermietet. Um das Projekt baldmöglichst angehen zu können, werde die Wohnbau „sehr schnell“ mit einem Antrag für einen Bebauungsplan an die Stadt herantreten, sagte Kleinen.

Das zweite konkrete Projekt bezieht sich auf ein neues Verwaltungsgebäude für die Wohnbau selbst. Er habe keinen Platz mehr frei, so der Geschäftsführer, und weiteres Baurecht sei nicht mehr vorhanden. Derzeit würden zwei mögliche Standorte in der Kreisstadt geprüft werden. Kleinen sicherte den Stadträten zu, den Sitz der Wohnbau nicht zu verlegen: „Wir bleiben in Weilheim“.

Stadträtin Susann Enders (Freie Wähler) freute sich darüber, dass in der Wohnbau wieder ein „sozialer Gedanke“ stecke. Zeitweise sei sie sich in der Vergangenheit dahingehend nicht mehr so sicher gewesen. Zudem gab sie Anliegen der Bewohner des Lindenparks weiter.

Ingo Remesch (SPD) erkundigte sich nach dem Vorgehen bei dem Gebäude an der Seitzstraße. Kleinen gab an, dass den Mietern auch in diesem Fall Ersatzwohnungen der Wohnbau angeboten würden. Die Auslastung der Parkplätze beim Lindenpark interessierte Brigitte Holeczek (BfW). Laut Kleinen seien dort nicht einmal die Hälfte der Plätze vergeben. Sobald der letzte Mieter eingezogen sei, würde noch ein bis zwei Monate gewartet, bis die Parkplätze fremd vermietet werden. Dabei würde aber zuerst an die Nachbarn gedacht werden.

Marion Lunz-Schmieder (CSU) fragte nach, wie viele Wohnungen an der Seitzstraße entstehen könnten, da der Bedarf weiterhin sehr hoch sei. Kleinen meinte, dass an dieser Stelle ungefähr 50 Wohnungen realisiert werden könnten. Dabei würden nicht nur jene Personen berücksichtigt werden, die einen Wohnberechtigungsschein der Klasse eins haben, sondern auch Inhaber eines Scheins der Klassen zwei und drei.

Von Sofia Wiethaler 

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