Leader-Förderbescheid für Projekt übergeben – Umsetzung kann beginnen

"Wunderwelt Bernried" wird wahr

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Bescheidübergabe: Ethelbert Babl, Leader-Koordinator AELF Kempten (2.v.re.); Elisabeth Gutmann, Geschäftsführerin Lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel e.V.; Bürgermeister Josef Steigenberger, Museumsdirektor Daniel J. Schreiber (li.).

Bernried – Die Gemeinde am Starnberger See erhält Leader-Fördermittel der Europäischen Union und des Landes Bayern für ihr Projekt "Wunderwelt Bernried". Kooperationspartner ist die Buchheim Stiftung. Am Montag wurde der offizielle Förderbescheid im Buchheim Museum der Phantasie übergeben.

Die Umsetzung der geplanten Bausteine kann jetzt beginnen und in zwei Jahren zum Abschluss gebracht werden, wird aus dem Museum mitgeteilt. Die Eröffnung mit einem Fest der Phantasie ist für September 2021 geplant.

Die Gesamtsumme des Vorhabens beträgt brutto zirka 200 000 Euro. Aus Leader-Mitteln kommen 50 Prozent der Nettokosten (84 033 Euro). Den Rest übernehmen Gemeinde und Buchheim Stiftung.

Die „Wunderwelt Bernried“ wurde dem Lenkungsausschuss der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel im März 2018 erstmals vorgestellt und vorberaten. Ende November 2018 empfahl das Gremium die Förderung. Der Förderantrag wurde von der Gemeinde beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten Ende Mai 2019 eingereicht und nun dort bewilligt. Ausschlaggebend für die Zustimmung zur Förderung ist der „innovative Ansatz“, wie in einer Pressemeldung berichtet wird.

Mit dem zukunftsweisenden Projekt sollen „infrastrukturelle und ästhetische Aufwertungen fußläufiger Verbindungen in der Gemeinde Bernried erzielt werden. Durch eine verbesserte Wegführung sowie wegbegleitende interaktive Kunstwerke soll eine entdeckungswürdige Landschaft entstehen, die voller Überraschungen steckt, die Orte bietet, an denen gespielt und gestaunt werden kann“. Des Weiteren ist vorgesehen, ein „breites Familienpublikum“ einzuladen, das die Wege zum Buchheim Museum als Teil ihres Ausflugsziels genießen kann.

Das Museum soll dadurch noch mehr mit dem Ort Bernried zusammenwachsen und dem „besonderen Geist des Klosterdorfes mit romantischem Landschaftsgarten“ Rechnung getragen werden.

Durch die Aufwertung der Wegbeziehungen und des Museumsumfeldes sollen öffentliche Verkehrsmittel attraktiver gemacht, die Region „durch den neuen, sanften Kulturtourismus gestärkt“ und durch die neue Freizeitinfrastruktur auch für die Bewohner attraktiver werden.

Die Auswahl der beteiligten Künstler wird mittels eines beschränkten, nicht-offenen Ideenwettbewerbs erfolgen. Eingeladen werden jeweils acht Künstler aus Oberbayern sowie acht weitere ohne Ortsbeschränkung. Die Auswahl dieser 16 Künstler erfolgt durch den Direktor des Buchheim Museums unter Beratung von Wolfgang Lösche, Leiter der Kulturabteilung der Handwerkskammer für München und Oberbayern, sowie in enger Abstimmung mit dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) München und Oberbayern e.V.

Eine Jury wählt je einen ersten, zweiten und dritten Platz aus. Die Jury besteht aus folgenden Sachpreisrichtern: je einem Vertreter der Gemeinde Bernried, der Buchheim Stiftung und des Landratsamtes Weilheim-Schongau; sowie folgenden Fachpreisrichtern: einem Künstler aus Oberbayern, einem Kunstkritiker aus Oberbayern und einem weiteren Vertreter des Tourismusverbands Pfaffenwinkel.

Von Kreisbote

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