Zeitreise bei feierlicher Stimmung – Musikverein Polling und Stadtkapelle Weilheim verzauberten ihr Publikum

Mit auf eine musikalische Zeitreise nahmen am vergangenen Freitagabend die Weilheimer Stadtkapelle und der Musikverein Polling ihre Zuhörer auf dem Kirchplatz.

Der gesamte Platz war bis in die letzte Ecke hinein gefüllt mit Menschen, die gekommen waren, um den Klängen zu lauschen, die aus den vergangen 1000 Jahren der Geschichte der beiden Orte „Pollinga“ und „Wilhai“ - so die historischen Namen bei der Ersterwähnung - erzählten. „Es müssen heute Abend gut 1500 Leute dagewesen sein“, so Johann Stibich vom Veranstaltungsbüro der Stadt Weilheim. Pünktlich zum Freitag hatte auch der lang ersehnte Sommer begonnen, so dass das Konzert wie geplant unter freien Himmel stattfinden konnte. Die insgesamt 70 Musiker der beiden Orchester eröffneten ihre Darbietung mit Richard Strauss’ imposantem „Also sprach Zarathustra“. Gefolgt von einem gregorianischen Choral wurde das Publikum so feierlich eingestimmt. Genauso beeindruckend war auch festliche Stimmung, die durch Projektionen an der Kirchenmauer und Kerzenbeleuchtung auf dem gesamten Platz erzeugt wurde. Die Projektionen zeigten erst die Original-Schreibweise der alten Ortsnamen, Bilder aus dem Mittelalter und der Napoleonischen Ära. Auch die bayerischen Könige durften dabei nicht fehlen. Die musikalische Darbietung wurde durch Texte zur Geschichte Weilheims und Pollings, vorgetragen von der Moderatorin Christiane Fänder aus Polling, ergänzt. Neben historischen Gedichten hörte das Publikum auch viel Informatives aus den, beziehungsweise über die vergangenen 1000 Jahre. Direkt nach dem Zehn-Uhr-Läuten tönten heroisch klingende Fanfaren vom Kirchturm. Sie standen in der historischen Reise für die Zeit des Barock. Die turbulenten Zeiten der französischen Revolution und ihre Veränderungen, die sich auf die gesamte westliche Welt auswirkten, sowie die Säkularisation brachten die „Sonata Pathetique“ von Ludwig van Beethoven, Richard Wagners Pilgerchor aus der Oper „Tannhäuser“ und „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ von Kuno Graf von Moltke. Beschwingt ging es weiter mit „Fanfare and Flourishes“ und „Music“ von John Miles. Zu diesem Titel wurden die Sterne der europäischen Flagge an die Kirchenfassade projiziert. Sie sollten den Blick auf die heutige Zeit lenken, die zumindest in weiten Teilen von Frieden und Weltoffenheit geprägt ist. Musikalisch „Guten Abend, gut’ Nacht“ wünschten die Orchestermitglieder zum Finale.

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