Bus und Bahn attraktiver machen

Zentraler Omnibusbahnhof in Weilheim eingeweiht 

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Zur Einweihung kamen neben Bürgermeister Markus Loth (4.v.li.) Regierungspräsidentin Maria Els (5.v.li.), die Landtagsabgeordneten Harald Kühn und Susann Enders (5.und 4.v.re.), Landrätin Andrea Jochner-Weiß (vorne) und Vertreter von Stadt, Bahn, RVO und am Bau beteiligten Firmen.

Weilheim – Als „fahrgastfreundlich, funktional, optisch ansprechend und selbstverständlich barrierefrei“ bezeichnete Bürgermeister Markus Loth den neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) bei seiner Einweihung.

Sogar bei den Anzeigen und Ansagen wurde auf Barrierefreiheit geachtet und zudem würden die Überdachungen den wartenden Fahrgästen Schutz vor Wind und Wetter bieten, so Loth weiter. Alle Buslinien des Stadtbusses, welche direkt vor dem Bahnhofsgebäude halten, und die der RVO laufen nun an den sieben Haltestellen und den Bereitstellungsplätzen unter den Platanen zusammen, von wo aus auch der Schienenersatzverkehr startet.

Fertig ist ebenfalls der erste Bauabschnitt des Bahnhofsumfeldes, bei dem auch an Fahrradfahrer gedacht wurde. Es wurden „360 modernste überdachte Bike-and-Ride-Doppelstock-Stellplätze geschaffen“, berichtete Loth. Im zweiten Bauabschnitt sollen dann noch einmal 216 Stellplätze folgen. Was auch viele Weilheimer freuen dürfte, ist die neue Toilettenanlage. Sie beinhaltet zwei öffentliche Toiletten mit Wickeltisch und ein behindertengerechtes WC, das mit Liege und Deckenlift auch für Schwerstbehinderte geeignet ist.

Einfach war der Weg bis zur Fertigstellung jedoch nicht, was Loth ebenfalls in seiner Rede ansprach. Unvergessen der Fund einer scharfen amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Juni 2018 im Rahmen der Kampfmittelfreimachung, der zu einer Evakuierung im weiten Umkreis geführt hatte. Die Kosten des neuen Busbahnhofs (bis zum heutigen Ausbauzustand) liegen bei 7,7 Millionen Euro, wovon rund 4,9 Millionen Euro von Bund und Freistaat beigesteuert werden.

Eigens zur Einweihung in die Kreisstadt gekommen war Regierungspräsidentin Maria Els, die genauso wie Loth die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Regierung lobte. Bei ihrer Rede ließ sich die Präsidentin weder durch den Lärm von Zügen noch von Durchsagen aus dem Konzept bringen. Die Hauptsache sei, dass die Züge fahren – „und noch besser ist es, wenn sie auch voll sind“, war sich Els sicher.

Die Segnung des Busbahnhofes wurde im Anschluss von Kaplan Florian Stadlmayr, dem evangelischen Pfarrer Corvin Wellner und Imam Cemil Sisman vorgenommen.
Von Sofia Wiethaler
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