Mit Zepter, Charme und Witz – Weilheim ist bis Aschermittwoch in närrischer Hand

Die Kreisstadt hört nun auf das Kommando von vier Hoheiten auf Zeit. Die Inthronisation beider Prinzenpaare erfolgte beim glanzvollen Krönungsball vor über 350 närrischen Untertanen. Die Saison 2010 steht unter dem Motto „Kino-Welten“.

Für Weilheims Narren war der traditionelle Krönungsball in der Stadthalle ein Muss. Karten an der Abendkasse waren nur noch mit viel Glück und aus Rückläufen zu ergattern. „Wir sind ausverkauft“, freute sich ein strahlender Kassier. 2010 glänzt die Narrhalla gleich mit mehreren Premieren. Die Krönung zweier Prinzenpaare war nur eine davon. So übernahmen „Jessica I. vom Wunderland“ und „Marcel I. von der Theaterbühne“ die Herrschaft über die Erwachsenen und „Madita I. vom Seerosenteich“ und „Manuel I. vom bunten Zauberwald“ jene über die Kinder. In ihrer ersten offiziellen Rede nahmen Jessica und Marcel zum Vergnügen der Ballgäste die Kommunalpolitik quer durch alle Fraktionen aufs Korn. Beim Vorhaben „Umgehungsstraße“ kritisierten die Regenten die bisherigen Vorschläge als „Enten“ und plädierten salomonisch für einen von der Wett-Mafia finanzierten Ost-West-Ring. Gegeißelt wurden ebenfalls das missglückte Experiment „Kirchplatzsperrung“, die endlosen Diskussionen um das Herzog-Christoph-Haus und weitere Bauvorhaben innerhalb der Stadtmauern. Das Motto „Kino-Welten“ zog sich wie ein roter Faden durch den kurzweiligen Abend. Die vier Garden – Firemins, -Cats-, -Flames und Birds - glänzten jeweils in fetzigen Showteilen mit peppigen Kostümen bei Filmmusik-Klassikern. Die Steigerung gegenüber den Vorjahren ist erkennbar, auch die Minis überzeugten bei ihrem Auftritt. Die Ballgäste nutzten die Gelegenheit ausgiebig die Tanzbeine zu schwingen. Den musikalischen Rahmen dazu lieferte die Band „Take Two“ in bewährter Weise. Einen showmäßigen Höhepunkt lieferte das Schwabsoiener Männerballet mit pariserischem Glamour. Bei ihrer Zugabe als strippende Chippendals riss es die Damenwelt schier von den Stühlen. Die vorgesehene „Oscar-Verleihung“ wurde aus Zeitgründen auf einen späteren Termin verschoben. Getanzt und gefeiert wurde bis weit nach drei Uhr morgens.

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