Zirngibl macht den "Vorplattler" – Neuer CSU-Ortschef setzt auf enge Zusammenarbeit von Partei und Fraktion

Amtswechsel mit Händedruck besiegelt: Karl-Josef Fischer (li.) zieht sich aus der ersten Reihe zurück und übergibt das Steuer an Stefan Zirngibl. Foto: Privat

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MARIA HOFSTETTER, Weilheim – Stefan Zirngibl wird bis zur turnusmäßigen Wahl 2013 die Weil­heimer CSU repräsentieren. Der 52-Jährige selbständige Schlossermeister, Stadtrat und Kreishandwerksmeister folgt auf Karl-Josef Fischer, der den Vorsitz nach knapp vier Jahren abgegeben hat. „Die Weilheimer CSU wird wiederkommen“, hatte Fischer als frisch gekürter Ortschef beim Neujahrsempfang 2009 angekündigt. Als er am vergangenen Donnerstag in der außerordentlichen Hauptver- sammlung Bilanz über seine Amtszeit zog, stellte er einige Aktivitäten des Ortsverbandes, wie das Wiederaufleben der Runden Tische zu den Themen Soziales und Integration, heraus. Auch für das neue Heim des Fischereivereins und ein Projekt der „Brücke Oberland“ für Jugendliche ohne Schulabschluss habe die CSU Wege ebnen können. Wegen „beruf- licher Mehrbelastung“, erklärte Fischer, könne er im CSU-Ortsverband nicht weiter den „Vorplattler“ machen, wolle aber weiterhin in der Vorstandschaft mitarbeiten. Das „kraftvolle Signal“, das sich Fischer für die CSU wünscht, soll jetzt von Zirngibl ausgehen. Der Weilheimer, der im TSV den dritten Vorsitz inne hat, stellte sich als einziger Kandidat zur Wahl. Von aktuell 185 CSU-Mitgliedern waren 38 zur Versammlung erschienen. 35 votierten für Zirngibl, drei stimmten mit Nein. Zirngibl wertete die 92-prozentige Zustimmung mit Verweis auf seine „durchwachsene Vita im Ortsverein“ als „sehr gutes Ergebnis“. Der neue CSU-Vorsitzende sieht eine vorrangige Aufgabe darin, Vorstandschaft und Fraktion intensiver zu vernetzen. Zur Verbesserung der städtischen Finanzlage, holte Zirngibl im Gespräch mit unserer Zeitung aus, werde der Ortsverband Vorschläge erarbeiten und Anträge stellen. Dringliche Vorhaben, wie die Hochwasserfreilegung und das Ausweisen neuer Gewerbeflächen, müssten „transparent behandelt und offen diskutiert“ sowie die Runden Tische fortgeführt werden, kündigt Zirngibl an. Dass er 2013 erneut für den Ortsvorsitz kandidieren wird, steht für Zirngibl ebenso außer Frage wie seine Bewerbung um ein Stadtratsmandat im Jahr 2014. Ob er auch bei der Bürgermeisterwahl seinen Hut in den Ring werfen will? „Das interessiert mich derzeit nicht“, lautete darauf die knappe Antwort von Weilheims neuem CSU-Repräsentanten.

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