Polizei zeichnet Lebensretter aus

Verunglückten aus brennendem Auto gezogen

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Lebensretter Markus Bauer (li.) schildert dem Verunglückten Muhamed Rakovic nochmal den Unfallhergang.

Murnau/Seeshaupt – Es ist Rettung in letzter Sekunde: Am Freitag, 20. Juni, gerät Muhamed Rakovics Pkw auf dem Weg zur Arbeit auf der A 95 zwischen Penzberg und Seeshaupt wegen Aquaplanings von der Straße ab. Der Wagen prallt an eine angrenzende Baumgruppe. Durch den Aufprall wird der Tank stark beschädigt. Benzin läuft aus. Das Fahrzeug fängt Feuer.

Sichtlich gerührt wirkt das Verkehrsopfer Rakovic, als es seinen „Schutzengel“ Markus Bauer Anfang September in Murnau wieder trifft. Sogar eine Torte (siehe Bild) hat er seinem Lebensretter organisiert. Für sein „außerordentlich couragiertes Verhalten im Straßenverkehr“ wurden dem Iffel- dorfer am Montag, 1. September, von der Verkehrspolizei Weilheim eine Urkunde und 300 Euro überreicht. Für Bauer sei diese Rettungsaktion eine „Selbstverständlichkeit“ gewesen, erklärt er. Als er den Wagen in der Böschung sieht, qualmt es schon stark heraus. Da er niemanden im Auto sieht und die Fahrertür sich nicht mehr öffnen lässt, ruft er von der Beifahrertüre aus hinein und hört den Hilferuf von Muhamed Rakovic. Ohne zu zögern und unter „hoher Eigengefährdung“, wie Werner Huber, stellvertretender Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, berichtet, zieht Bauer das Verkehrsopfer aus seinem Wagen. Kurz darauf fängt das komplette Auto Feuer und geht in Flammen auf. Sehr emotional ist die Begegnung des Verkehrsopfers und seines Lebensretters in der Polizeiinspektion Murnau. Dort findet die Urkundenverleihung statt, da Rakovic sich noch im Unfallkrankenhaus Murnau in stationärer Behandlung befindet. In Folge des Unfalls hat Rakovic starke Verbrennungen am ganzen Körper. Ein Großteil ist jedoch wieder sehr gut verheilt. Lediglich sein rechter Arm ist beeinträchtigt. Noch zehn Tage wird er im UKM Murnau bleiben, danach in Reha gehen. Seinem „Schutzengel auf Erden“ wird Rakovic immer dankbar sein. Lebensretter Markus Bauer wird jetzt für die bayerische Rettungsmedaille vorgeschlagen.

Von Mirjam Mögele

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