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Zügig in Angriff nehmen– "Meilenstein Busbahnhof" steht – Vorerst kein neues Bahnhofsgebäude

Versprachen, sich weiterhin für den Weilheimer Bahnhof einzusetzen (v. li): Klaus Breil, Markus Loth, Martin Zeil, Renate Dodell und Alexander Dobrindt. Foto: Gsöll

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KATHARINA GSÖLL; Weilheim – „Uns ist heute ein Durchbruch gelungen“, verkündete Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) nach Ende des zweiten Runden Tisches zum Weilheimer Bahnhof. Vertreter von Bahn, Regierung, Stadt und von Interessensgruppen hatten sich am vergangenen Freitag erneut zusammengesetzt. Bereits im März 2011 hatte es einen Runden Tisch im Rathaus gegeben, bei dem Großes versprochen und geplant wurde. Passiert ist aber nicht viel. „Zwei gute Nachrichten gibt es und eine schlechte“, fasste Bürgermeister Markus Loth die Ergebnisse zusammen. Die erste gute lautet: Der Busbahnhof kann gebaut werden. Die zweite ist, dass die Bahn nun in die Planungen des barrierefreien Ausbaus mit einsteigen will und somit nicht nur, wie bisher vorgesehen, Gleis 1, sondern auch die Gleise 2 und 3 in die Planung miteinbezogen werden können. Die schlechte Nachricht ist, dass in Sachen Bahnhofsgebäude alles beim Alten bleibt. „Vorerst müssen wir uns mit dem Status quo abfinden, weil schlicht die finanziellen Mittel fehlen“, musste Loth einsehen. Die Vorplanung des barrierefreien Ausbaus soll der Stadt Weilheim bis Mitte 2012 vorgelegt werden. Dass der Neubau des Bahnhofsgebäudes fürs Erste auf Eis gelegt wird, hieße jedoch nicht, dass er für alle Zeiten vom Tisch sei. Das Thema stehe bei Kommunen, Land und Bund weiterhin auf der Agenda. „Wichtig ist, dass der Meilenstein Busbahnhof nun endgültig beschlossene Sache ist“, betonte MdB Alexander Dobrindt (CSU). Bisher hatte sich die DB Regio quergestellt, da sich auf der vorgesehenen Fläche Mitarbeiterparkplätze befinden, die abgetreten werden müssten. Trotz des Angebotes, Ersatz auf dem Park&Ride-Parkplatz vorzuhalten, hatte die DB Regio der Stadt eine Abfuhr gegeben und einen schon geplanten Termin zur Grundstücks- Unterzeichnung platzen lassen. „Dafür gibt es kein nachvollziehbares Argument, ich war sehr erzürnt“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Klaus Breil (FDP). „Es hat ein kurzes, aber wirkungsvolles Donnerwetter gegeben“, berichtete MdL Renate Dodell (CSU). Der Weg ist somit frei für den Busbahnhof. Innerhalb der nächsten 14 Tage soll das Grundstück verbrieft werden. Anschließend können die Planungen ausgeschrieben werden. Ein Baubeginn noch heuer ist zwar denkbar, Loth rechnet jedoch eher mit 2013. Die Kosten für die Planung des barrierefreien Ausbaus werden für das Gleis 1 vom Freistaat Bayern getragen, für Gleis 2 und 3 von der Deutschen Bahn. „Die Planungen hierzu sollen zügig in Angriff genommen werden“, so Dodell. Wenn diese bis Mitte 2012 vorliegen, steigen die Chancen, dass Weilheim in die Liste der bayerischen Bahnhöfe aufgenommen wird, die mittelfristig barrierefrei gestaltet werden. Sondermittel zur Finanzierung könnten dann aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung kommen – mit den Investitionsmitteln für den Eisenbahnverkehr werden auch Bahnhöfe saniert. Wenn die Vorplanungen abgeschlossen sind, soll im dritten Quartal 2012 ein weiterer Runder Tisch stattfinden, bei dem Vertreter des Behindertenbeirates und des Agenda-21-Arbeitskreises Mobilität und Verkehr Vorschläge zum „Fein-tuning“ der Baupläne einbringen sollen.

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