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Zufahrtsbereich Neidhart Einkaufspark: Lösung für Radler gesucht

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Von: Mihriban Dincel

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Ausfahrt in der Nähe des Fast-Food Restaurants McDonald´s in Weilheim
Diese Stelle birgt für Radler Gefahren. © Novy

Weilheim – Über die Zufahrtsbereiche von der Münchener Straße zum Neidhart Einkaufspark wurde bereits öfter gesprochen (wir berichteten). Auch in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses wurden die Gefahren dieser Stellen und mögliche Maßnahmen thematisiert. Doch zu einem endgültigen Ergebnis kam man nicht.

In einem Antrag des ADFC wurde gefordert, den dort bestehenden Geh- und Radweg an der Einmündung nach vorne, direkt an die Münchener Straße zu verlegen. Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder führte genauer in die Thematik ein und erläuterte den Sinn hinter diesem Anliegen. Durch die Vorverlegung würden die Sichtverhältnisse optimiert. Radfahrer könnten von Autofahrern besser gesehen werden. Er betonte, dass hier eine zusätzliche Maßnahme nötig sei. Man habe bereits voll aufgefahren, von Schildern bis hin zur roten Markierung. Das Büro Gevas wurde im Zuge des Radverkehrskonzepts ebenfalls miteinbezogen und beurteilte den Vorschlag als sinnvoll.

Auch der Betreiber des Neidhart Einkaufsparks sprach sich für eine Maßnahme aus. Bürgermeister Markus Loth (BfW) wies zudem auf die Bitte des Betreibers hin, die Änderungen an allen drei Ausfahrten gleich zu gestalten.

Ausschussmitglied Klaus Gast (CSU) war zunächst irritiert über den Antrag des ADFC. „Ich erinnere mich, dass der Radweg zuvor vorne lag und anschließend nach hinten verlegt wurde. Und jetzt soll er wieder nach vorne kommen?“ Dieser Aussage entgegnete der Ordnungsamtsleiter, dass der Geh- und Radweg zuvor zwar vorne, aber nicht direkt an der Münchener Straße gelegen habe. Dieser Punkt wäre entscheidend.

Kein einfaches Unterfangen

Wunder machte aber auch kein Geheimnis aus den möglichen Problemen, die sich durch diese Maßnahme ergeben könnten. Durch die Verlegung nach vorne könnten ausfahrende Autos den Weg blockieren, der von Fuß- und Radverkehr in beide Richtungen genutzt wird. Das könne zwar eng werden. Doch das Problem sei weniger gravierend als die Gefahr, die momentan von der Einmündung in dieser Form ausgehe. „Hier gibt es keine 100 prozentig eindeutige Lösung“, gab Dr. Roland Bosch (ÖDP) an.

Er zeigte sich von dem Vorschlag des ADFC jedoch angetan und sprach sich für eine Vorverlegung und zusätzlich für eine Anhebung des Geh- und Radwegs aus. Die Anhebung sei aber laut Stadtverwaltung vor allem wegen des Winterdienstes nicht realisierbar, merkte Loth an. Rüdiger Imgart (AfD), Referent für Straßen und Gehwege, hielt das Absteigen der Radfahrer am besagten Ort für die sicherste Lösung, bis eine endgültige Entscheidung getroffen sei. Laut Loth würde das jedoch in der Praxis nicht funktionieren.

Dieter Schleiermacher vom ADFC betonte nochmals, „es geht hauptsächlich darum, die Sichtbeziehung zu verbessern. Die Vorverlegung wäre zumindest ein kleiner Teil, um die Sichtverhältnisse zu optimieren“. Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt brachte den Gedanken ein, an einer Einmündung probeweise eine Ampel aufzustellen, – ohne den Geh- und Radweg zu verlegen. Letztlich überzeugte keine der Maßnahmen komplett, sodass der Punkt vertagt wurde. Die Vorschläge sollen nun nochmals geprüft werden.

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