Zug kollidiert mit Pkw

Insassen des Fahrzeugs verstarben noch an der Unfallstelle – Bahn plant Halbschranke und Lichtzeichenanlage

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Die beiden Frauen, die mit dem Auto unterwegs waren, konnten nicht mehr gerettet werden.

Seeshaupt – Trotz einer Notbremsung des Zugführers gab es für die beiden Frauen aus Gräfelfing keine Rettung mehr.

Die 67-Jährige fuhr zusammen mit ihrer 83-jährhigen Beifahrerin um 15.10 Uhr aus Gräfelfing mit ihrem Mercedes von der Lauterbacher Mühle in Richtung St 2063. Kurz vor der Einmündung in die Staatsstraße überquerte sie den unbeschrankten Bahnübergang, obwohl das rote Signallicht am Andreaskreuz leuchtete. Dabei übersah die Fahrerin den aus Richtung Penzberg in Richtung Tutzing fahrenden Regionalzug. Der Zugführer leitete sofort eine Notbremsung ein. Der Zug kollidierte trotzdem mit der rechten Seite des Pkw, der sich mittig auf dem Bahnübergang befand. Nach derzeitigem Ermittlungsstand funktionierte das rote Blinklicht am Andreaskreuz. Beide Pkw-Insassen verstarben noch an der Unfallstelle. Eine 51-jährige Frau aus Schongau wurde bei der Notbremsung des Zuges am Daumen leicht verletzt. Am Mercedes entstand ein Totalschaden in Höhe von 5 000 Euro. Am Zug beträgt der Sachschaden, laut Bahnmitarbeitern, etwa 100 000 Euro. Die 58 Fahrgäste des Zuges wurden durch die Feuerwehr geborgen, wie die Polizeiinspektion Penzberg in ihrem Bericht mitteilte. 

Unabhängig von dem Unfall möchte die Deutsche Bahn, laut einem Sprecher, bis Herbst des laufenden Jahres an dem Bahnübergang eine Halbschranke und eine Lichtzeichenanlage anbringen. Dies geschieht im Rahmen der Einrichtung eines neuen elektrischen Stellwerks.

Von Kreisbote

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