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Zugunglück Burgrain: Soko Zug sucht Zeugen und Bild- oder Videomaterial

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Rosen und ein Grablicht an einem Grab an Allerheiligen (Symbolbild)
Beim Unglück verloren fünf Menschen ihr Leben. Viele weitere wurden verletzt. © Sven Hoppe / dpa

Region - Am 3. Juni ereignete sich im Bereich des Garmisch-Partenkirchener Ortsteils Burgrain ein Zugunglück, bei dem fünf Menschen ihr Leben verloren und viele weitere verletzt wurden. Die Ermittlungen der Soko Zug, vornehmlich zur Klärung der Unfallursache, gehen unermüdlich weiter.

Die derzeit etwa 50 Angehörigen der Sonderkommission Zug ermitteln mit Hochdruck an der Klärung der Unfallursache, die zum Entgleisen des Regionalzuges von Mittenwald nach München am Freitag, 3. Juni, in Höhe des Garmisch-Partenkirchener Ortsteils Burgrain geführt und fünf Menschenleben gefordert hat. In der vergangenen Woche haben sich weitere Zeugen und nachträglich auch etliche weitere Verletzte des Unfalls bei den Ermittlern der Soko gemeldet. Nach aktuellem Stand wurden 16 Menschen schwer und 52 leicht verletzt. Der Zustand einer schwerstverletzten 34-jährigen Frau ist nach wie vor kritisch.

Hinweistelefon eingerichtet

Die Soko geht davon aus, dass bisher nicht alle Insassen des Unglückszuges erreicht werden konnten. Möglicherweise unverletzte oder nur leicht verletzte Personen könnten sich eigenständig von der Unfallstelle entfernt haben, bevor ihre Personalien aufgenommen werden konnten. Diese Fahrgäste, die bislang keinen Kontakt mit der Polizei hatten, sind wichtige Zeugen für die Soko Zug. Sie werden gebeten, sich in der Zeit von Montag, 13. Juni, bis Mittwoch, 15. Juni 2022, jeweils zwischen 9 und 15 Uhr beim speziell eingerichteten Hinweistelefon mit der Rufnummer 0800/5565101 zu melden.

Nach dem Unfall verließen die meisten Fahrgäste fluchtartig die verunfallten Waggons und ließen ihre persönlichen Dinge wie Reisegepäck, Dokumente oder Gegenstände des täglichen Gebrauchs zurück. Diese Gegenstände wurden durch die Kriminalpolizei sichergestellt und vorübergehend sortiert, konnten aber noch nicht allen Fahrgästen wieder zugeordnet oder zurückgegeben werden. Die Soko Zug bittet daher dringend darum, dass sich betroffene Zuginsassen melden, um die sichergestellten Gegenstände nach und nach zuordnen und an die rechtmäßigen Besitzer zurückgeben zu können. Diesbezügliche Meldungen nimmt die Soko Zug ebenfalls in der Zeit von Montag, 13. Juni, und Mittwoch, 15. Juni, jeweils zwischen 9 und 15 Uhr beim speziell eingerichteten Hinweistelefon mit der Rufnummer 0800/5565101 entgegen.

Medien-Upload-Portal geschaltet

Die Sonderkommission schließt nicht aus, dass Fahrgäste am Unfalltag vor oder nach dem Entgleisen des Zuges in Höhe Burgrain mit eigenen Smartphones oder Tablets Bilder oder Videos von der Zugfahrt oder der Situation nach dem Unfall aufgenommen haben. Solche Aufnahmen können wichtige Hinweise oder Anhaltspunkte für die Ermittlungen darstellen. Deshalb werden Inhaber von Bild- oder Videoaufnahmen, die vor der Abfahrt am Bahnsteig des Bahnhofs Garmisch-Partenkirchen, während der anschließenden Fahrt des betroffenen Zuges bis zum Unfall oder auch nach dem Entgleisen an der Unfallstelle entstanden sind, gebeten, diese Aufnahmen den Ermittlern der Soko Zug zur Verfügung zu stellen. Hierzu hat die Bayerische Polizei in Ihrem Internetangebot für die Dauer von zwei Wochen ein eigenes Medien-Upload-Portal eingerichtet. 

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Von Kreisbote

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