Zukunft des Radoms bleibt ungewiss –Museumsplaner soll Konzept entwickeln

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BERNHARD JEPSEN; Raisting – Erst im Sommer wurde das Radom der Erdfunkstelle zu einem Industriedenkmal von nationaler Bedeutung aufgewertet. Ob die einsturzgefährdete Tragluftkuppel jedoch dauerhaft erhalten werden kann, ist nach wie vor ungewiss. Mit dem Beteiligungsbericht zur landkreiseigenen „Radom Raisting GmbH“ stand die „Antenne 1“, so der offizielle Name, zwar auf der Tagesordnung der jüngsten Kreistags- sitzung, konkrete Beschlüsse soll es aber laut Landrat Dr. Friedrich Zeller „erst im Laufe des nächsten Jahres geben“. Fest steht nur, dass die wirtschaftlich einzig vertretbare Sanierungsvariante mit rund 3,4 Mio. Euro zu Buche schlagen würde. Abzüglich von Fördermitteln hat Kreiskämmerer und GmbH-Geschäftsführer Heinz-Günther Hetterich einen offenen Finanzierungsbedarf von rund einer Mio. Euro ermittelt. Neben EU-Zuschüssen hofft Hetterich auf weitere Sponsorengelder. Hinderlich bei der Akquisition ist, dass noch kein fertiges Museumskonzept auf dem Tisch liegt. Die Pläne mit dem Bezirk Oberbayern hatten sich zerschlagen, weil die ungedämmte Hülle trotz Sanierung keinen ganzjährigen Museumsbetrieb zulassen würde. Mit Hilfe eines professionellen Museumsplaners sollen bis zur Weihnachtssitzung des Kreistags abgespecktere Konzepte entwickelt werden. Aus Sicherheitsgründen und im Vorgriff auf eine eventuelle Sanierung sucht Hetterich nach einer geeigneten Auslagerungsmöglichkeit für die Exponate. In seiner Doppelfunktion, so verriet der Finanzchef nebenbei, sei es oft schwierig Kurs zu halten: „Das Radom liegt mir sehr am Herzen, auch wenn das Kämmerer-Herz ein bisschen anders schlägt“.

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