In die Zukunft reinschnuppern – Weilheimer Job-Messe informiert Jugendliche zum siebten Mal bei ihrer Berufswahl

Mit der Weilheimer Job-Messe, mittlerweile ein „Erfolgsfaktor sondersgleichen“, soll jugendlichen Schulabgängern zum siebten Mal eine Orientierungshilfe für ihren Start in das Berufsleben geboten werden.

Wenn der Schulabschluss naht, wird auch die Frage nach der beruflichen Zukunft immer drängender. Die Job-Messe am Donnerstag, 4. März, von 14 bis 18 Uhr in der Stadthalle Weilheim, will Jugendlichen bei ihrer Berufswahl unter die Arme greifen. Fast 60 Unternehmen und Betriebe stellen sich vor und informieren rundum über verschiedenste Berufe. „Um die ganze Flut an Informationen auch verdauen zu können, gibt es dieses Mal den Steckbrief ‘Wanted’“, legten Justina Eibl, Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Landratsamt, und Landrat Dr. Friedrich Zeller nahe. Auf ihm können die Jugendlichen alle wichtigen Infos über einen Messestand und seinen Beruf festhalten. Insgesamt prognostizierte Heidrun Brugger, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Gremiums Landsberg-Weilheim-Schongau, den Jugend- lichen gute Chancen auf Ausbildungsplätze. Der Lehrstellenmangel der letzten Jahre habe sich umgekehrt zu einem Überangebot an Ausbildungsplätzen. „Das liegt vor allem am demografischen Wandel mit seinen rückläufigen Schülerzahlen“, gab Brugger zu verstehen. In diesem Zusammenhang betonten Ferdinand Pilzweger, Geschäftsführer der Arbeits-agentur Weilheim, und Robert Christian Mayer, Pressesprecher der Vereinigten Sparkassen und aus dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, wie wichtig es trotzdem sei, sich frühzeitig zu informieren und schon mit Praktika anzufangen. „Man kennt die Leute dann schon und kann abschätzen, ob sie zum Betrieb passen“, erklärte Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl. Dieser konstatierte im Handwerksbereich trotz Krise keine rückläufigen Zahlen: „Im Gegenteil, es drängen auch immer mehr Abiturienten in die Sparte.“ Denn im Handwerksbereich stünden heute über den Meisterabschluss hinaus noch viele Karrieremöglichkeiten bis hin zum hin zum Fachhochschulabschluss offen. Bewerber gesucht Pünktlich zur Weilheimer Job-Messe gab die IHK ihre Statistiken über die Ausbildungssituation im Landkreis bekannt. Der demografische Wandel und die Konjunkturkrise strecken auch im Landkreis ihre Fühler aus: Unternehmen in der Industrie, der Metallbranchen und aus dem Hotel- und Gaststätten-Gewerbe stellten 2009 deutlich weniger neue Auszubildende ein. „Der Rückgang ist aber keineswegs nur eine Folge der Krise“, betonte Heidrun Brugger, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Gremiums Landsberg-Weilheim-Schongau. Tatsächlich sei die Anzahl der IHK-Ausbildungsbetriebe mit 268 Ausbildungsstätten (Vorjahr: 270) nahezu gleich geblieben. „Die Unternehmen“, so Brugger, „haben neben sinkenden Schulabgängerzahlen auch mit den stetig wachsenden Trends weiterführender Schulen und der oftmals noch mangelnden Ausbildungsreife vieler Schüler zu kämpfen, ihre Lehrstellen zu besetzen.“ Um die demografische Entwicklung zu dämpfen, forderte Brugger, mehr in den Bildungsbereich zu investieren für ein starkes und leistungsfähiges Bildungssystem. Der Einzelhandel verzeichnete hingegen bei den neu besetzten Ausbildungsplätzen ein Plus von 14,6 Prozent. Im vergangenen Jahr begannen im Landkreis 133 Jugendliche eine Lehre (Vorjahr : 116).

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