Für die Zukunft unserer Gewässer Wielenbacher Dienststelle feierte 100-jähriges Bestehen mit Tag der offenen Tür

Die einheimischen Edelkrebse konnten von den Besuchern bestaunt werden. Foto: Gnadl

Werden Grasfische zur Rasenpflege, zur Entfernung von Wasserpflanzen oder als vitaminreiche Salatbeilage gezüchtet? Dieser und vielen weiteren spannenden Fragen konnten die Kinder beim Preisrätsel in der Dienststelle des Landesamtes für Umwelt in Wielenbach auf den Grund gehen.

Auch der Regen konnte die Festgäste nicht davon abhalten, den 100. Geburtstag der Dienststelle zu feiern. Sogar seine Königliche Hoheit Prinz Christoph von Bayern kam nach Wielenbach, um sich gemeinsam mit den anderen Ehrengästen durch die Anlage führen zu lassen. Die Geschichte der Forschungsstation reicht bis 1900 zurück. An der „Königlich Tierärztlichen Hochschule“ entstand damals die „Königlich Bayerische Biologische Versuchsstation für Fischerei“ in München. 1912 gründete der Inhaber des Lehrstuhls für Zoologie, Bruno Hofer, die Versuchsstation in Wielenbach. Damit ist sie älter als der ortsansässige Trachtenverein und „nicht mehr aus der Region wegzudenken“, wie die stellvertretende Landrätin Andrea Jochner-Weiß feststellte. Heute ist das Landesamt für Umwelt zuständig und um die Fischerei haben sich inzwischen zahlreiche andere Zweige entwickelt. „Beispielgebend für Deutschland“ bezeichnet Claus Kumutat, Präsident des Landesamtes, die Anlage. Ihre Aufgaben reichen vom Beobachten der Fischbestände in ganz Bayern über die Erforschung der Wirkung von Arzneimitteln im Wasser bis hin zur Analyse des Umweltverhaltens von Schadstoffen. All dies dient dem Schutz und der Förderung der heimischen Gewässer und der darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. In 145 Teichen werden zahlreiche Fische, Muscheln und Krebse, von denen viele auf der Roten Liste stehen, gezüchtet, in Laboren werden Algen, Wasserproben, Schadstoffe und vieles mehr von Experten untersucht. So leistet die Dienststelle einen wichtigen Beitrag für die Natur und uns alle.

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