Zwei Anwesen vernichtet – Über 300 Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz

Ein flammedes Inferno war am vergangenen Freitag in Sachsenried ausgebrochen. F.: Herold

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HANS-HELMUT HEROLD, Sachsenried – Zwei Anwesen in Sachsenried wurden am vergangenen Freitag, 26. August, durch einen Großbrand vernichtet. Im Zentrum des Dorfes war ein Feuer ausgebrochen, das beinahe auf weitere Nachbargebäude übergegriffen hätte. Augenzeugen berichten von einem flammeden Inferno. Kurz nach Mittag war der erste Hof in Sachsenried in Flammen aufgegangen. In letzter Sekunde konnte das Vieh aus den Stallungen gerettet werden, dabei zogen sich die Retter Rauchvergiftungen zu. Zur Brandbekämpfung waren 250 Feuerwehrleute aus dem Umkreis angerückt, sogar die Flugplatzfeuerwehr aus der Kaserne Altenstadt war mit zwei großen Löschfahrzeugen vor Ort. Rettungsdienste von BRK, THW und Katastrophenschutz richteten Sammelstellen für Verletztenversorgung ein. Weitere Wehren aus drei Nachbarlandkreisen wurden im Laufe der Brandbekämpfung hinzugezogen. Dank des raschen Feuerwehreinsatzes schien es zunächst so, als könnte der unmittelbar daneben gelegene Bauernhof vor dem Übergreifen der Flammen gerettet werden. Doch plötzlich brannte das Dach dieses Anwesens, entweder durch Funkenflug oder durch die starke Hitzeeinwirkung. Starker und ständig drehender Wind unterstützte das Übergreifen des Feuers. Innerhalb weniger Minuten brannte auch dieses Anwesen lichterloh. Die Feuerwehren mit den beiden großen Drehleitern waren erneut gefordert, damit nicht weitere nahe angebaute Anwesen in Flammen aufgingen. Erst am späten Nachmittag waren die Brände weitgehend unter Kontrolle. Die ganze Nacht hindurch mussten das Gebälk abgetragen, Massen an Heu entfernt und immer wieder kleine Glutnester abgelöscht werden. Die Schadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen bei über einer Million Euro liegen. Der Einsatz forderte auch Verletzte. Über ein Dutzend Feuerwehrleute und Anwohner wurden ärztlich behandelt, weil sie giftiges Rauchgas eingeatmet hatten.

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