Zweitbester Abiturjahrgang – 178 Absolventen in Weilheimer Stadthalle verabschiedet

„Mit diesem Tag ist in den bayerischen Gymnasialbetrieb wieder Routine eingekehrt“, begrüßte Schulleiter Hermann Summer die Festgäste bei der Abiturfeier am letzten Freitag in der Stadthalle. Die Absolventen des ersten regulären achtjährigen Turnus wurden dabei verabschiedet.

Trotz des umstrittenen und immer wieder infrage gestellten achtjährigen Gymnasiums merkte Summer an, dass dieser Jahrgang der zweitbeste seit 34 Jahren ist, auch wenn acht Schüler die allgemeine Hochschulreife nicht geschafft haben. Nur der erste G8 Abiturjahrgang von 2011 war etwas besser. In diesem Schuljahr durften 178 Abiturienten voller Stolz und Freude ihr Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. Unter den Prüflingen konnten Carolin Heiß und Katja Mayr mit einem Schnitt von 1,0 glänzen. Anna-Katharina Anzenberger, Elena Berker, Martina Karl, Andreas Kriesmair, Anna Lang, Felix Selbach und Markus Wypchol schafften einen Schnitt von 1,1, weitere acht Prüflinge erreichten einen Notendurchschnitt unter 1,5. „Mit dem Abschluss und der Feier ist nun der Höhepunkt einer anstrengenden Schulzeit, die einiges abverlangt hat, zu Ende gegangen“, so der Schulleiter. Bei der anschließenden Abiturrede kamen dann die Schüler zu Wort und ließen auch die Luft über ihren Unmut raus. Bemängelt wurde der teilweise schlechte Unterricht. Die Lehrer unterschieden sich nicht nur in ihrer Notenvergabe, sondern auch in der Qualität ihres Unterrichts. Einige Lehrer würden einmal den Unterricht für einen Jahrgang vorbereiten und diesen dann ihr ganzes Lehrerdasein lang monoton vortragen, kritisierten die Festredner. „Zwei Tage Arbeit, lebenslanger Ertrag“, fassten es Anna-Katharina Anzenberger und Markus Wypchol zusammen. Dennoch hatten die beiden auch lobende Worte. Diese waren an die Lehrkräfte gerichtet, die ihren Beruf ernst nehmen und sich Gedanken machen. Lehrer, die nicht nur den Lehrplan abarbeiten, sondern die Schüler motivieren und sich unglaublich viel Mühe geben. Weilheim als Bildungsstätte vermittle nicht nur Fachwissen, sondern auch Bildung außerhalb des Lehrplans. Musik, Literatur, die vielen Arbeitsge- meinschaften und soziale Projekte leisteten einen wirklichen Beitrag zur Wertevermittlung und stellten das Individuum in den Mittelpunkt. „Das ist, was unsere Schule ausgemacht hat und hoffentlich auch weiter ausmacht“, beendeten die Redner ihre Ansprache.

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