Spot on Weilheim

Von der Idee zum Festival: Zweites Lichtkunst-Festival lockte tausende Besucher in die Kreisstadt

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Die bestrahlten Häuser am Marienplatz wurden zum Fotomotiv vieler Besucher.

Weilheim – Wenn bunte Bilder an den Fassaden der Häuser in Weilheims Innenstadt zu tanzen beginnen, sich der Boden auf dem Marienplatz in ein Lichtermeer verwandelt und mehrere tausend Menschen gemeinsam eine besondere Atmosphäre genießen, dann ist Zeit für das Lichtkunst-Festival, das am Wochenende in Weilheim über die Bühne ging.

Und das bereits zum zweiten Mal – mit mehr Spielstätten, mehr Attraktionen und vor allem mehr Besuchern. An die 20 000 Interessierte schätzte die zweite Vorsitzende und Programmleitung des Festival Gabriele Zelisko. Den Impuls für das 2016 erstmals stattfindende Festival gab Lichtkünstler und künstlerischer Leiter des Festivals Philipp Geist, ein gebürtiger Weilheimer, der 2006 zu einem Konzert in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt eine Lichtinstallation gezeigt hatte. In den vergangen Jahren entstand dann mehr und mehr die Idee, regelmäßig Lichtkunst-Veranstaltungen mit wechselnden Künstlern in Weilheim zu organisieren. Im Herbst 2015 gründete sich der Verein Lichtkunst Weilheim i. OB e.V. Die Planung für das erste Festival stand in den Startlöchern. Aus einer kleinen Idee entwickelte sich so ein Festival, das am Wochenende zum zweiten Mal stattfand und Weilheims Innenstadt wortwörtlich zum Leuchten brachte. 

Lichtkunstfestival 2018

 © Maria Lindner
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Zelisko hatte den Eindruck, dass das Festival gerade am zweiten Abend vermehrt von auswärtigen Gästen besucht wurde. Viele hätten es zum Anlass genommen, um Freunde einzuladen, die sie lange nicht mehr gesehen haben, so Zelisko. Sie selbst ist wie das komplette Organisationsteam sehr zufrieden: „Das eigentliche Highlight ist das Zusammenwirken aller Eingebundenen. Wir sind ein super Team, man kann sich auf jeden verlassen.“ Auch der friedliche Verlauf der Veranstaltung an beiden Tagen freute sie sehr.

Ebenso begeistert waren die Künstler, die laut Zelisko vor allem die gute Organisation lobten. Bei einem Treffen soll noch über das Resümee der externen Beteiligten gesprochen werden, erklärte Joachim Michel vom Verein Lichtkunst. „Ich persönlich bin zufrieden, aber ich will auch wissen, wie es alle anderen gefunden haben“, so Michel.

An 14 verschiedenen Spielstätten, die sich vom Marienplatz bis zur Pöltnerstraße und von der Musikschule bis hin zum Mittleren Graben erstreckten, zeigten die regionalen sowie internationalen Künstler ihre unterschiedlichen Darbietungen. Am Marienplatz zum Beispiel spielte Philipp Geist, der für die Zusammenstellung des Programms verantwortlich war, mit den Fassaden der historischen Gebäude, verfremdete und interpretierte sie neu. In seinen Arbeiten integrierte er zudem unterschiedliche Begriffe, die von Weilheims BürgerInnen eingebracht worden waren. Die typisch oberbayerischen Malereien auf der Fassade des Gattingerhauses hingegen löste der internationale Lichtkünstler László Bordos auf und spielte mit den daraus abgeleiteten Formen. Der Künstler reiste dafür extra aus Budapest an. Der reduzierte Elektrosound von Lukas Taido aus Berlin, der für das Festival exklusiv Melodien komponierte, versetzte die Besucher in die richtige Stimmung. An sechs verschiedenen Spielstätten konnten zudem Vorführungen der zehnköpfigen Performancegruppe „Theater Anu“ bewundert werden. Das Zentrum bildete jedoch der Festival-Stadel der Lichtkunst. Was am besten ankam, konnte Zelisko nicht genau sagen. „Mein Highlight ist jedoch die Ausstellung im Museum, die noch vier Wochen zu sehen sein wird.“

Um eine Veranstaltung dieser Größe überhaupt stemmen zu können, braucht es vor allem Zeit und helfende Hände. Vor eineinhalb Jahren begannen die ersten Vorbereitungen. Um die 100 Ehrenamtlichen hätten dabei mitgewirkt, so Zelisko. Ob das Festival in zwei Jahren in eine dritte Runde gehen wird, ist noch nicht sicher. „Wir schließen es nicht aus“, so Zelisko. Bei einer Wiederholung müsse jedoch über eine Neustrukturierung von Organisation und Finanzierung nachgedacht werden.

Von Maria Lindner

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