Echte Deals?

Fake-Shops und echte Schnäppchen

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Vorsicht: Neben echten Schnäppchen existieren viele Fake-Shops im Internet.

Zu den vielen Möglichkeiten des Internets gehört auch das bequeme Shopping, das über die Zeit viele unterschiedliche Plattformen und Anbieter auf den Plan gerufen hat.

Für Schnäppchenjäger bietet sich so eine ideale Ausgangslage, da zwischen den einzelnen Online-Händlern verglichen werden kann, um die günstigsten Deals abzuschließen. Allerdings tummeln sich in dieser Branche auch Trittbrettfahrer, die mit Fake-Shops auf das schnelle Geld aus sind.

Professionelles Auftreten von Fake-Shops 

Den Unterschied zwischen seriösen Online-Händlern und betrügerischen Fake-Shops auf den ersten Blick zu erkennen wird immer schwieriger, da die kopierten Webseiten immer professioneller auftreten und zum Teil die Oberfläche sowie die Beschaffenheit real existierende Plattformen abkupfern. Dadurch wird Vertrauen beim Käufer geschaffen und eventuelle Zweifel werden aus dem Weg geräumt. 

Das professionelle Auftreten wird durch gut eingesetzte Produktbilder und vermeintlichen Informationen zu den einzelnen Waren gefördert. Die aus dem Internet stammenden Bilder und Informationen kreieren neben der gesamten Oberfläche eine vertraute Atmosphäre bei Käufern, die dadurch keinen Verdacht schöpfen. Nicht selten wird dieser Umstand mit besonders günstigen Preisen auf die gesuchten Produkte kombiniert. 

Spätestens ab diesem Zeitpunkt beginnt das böse Erwachen. Fake-Shops verlangen in der Regel eine Vorauszahlung und kommen ohne entsprechende Gegenleistung an das gewünschte Geld. Es werden oftmals minderwertige Produkte und Güter verschickt. In machen Fällen bleibt die Lieferung vollends aus. Täuschungsversuche wie kommunizierte Lieferengpässe dienen zur Vertröstung und sollen die Betrugsopfer an der Einleitung rechtlicher Schritte hindern.

Merkmale von seriösen Plattformen 

Wer auf der Suche nach seriösen Schnäppchen und Deals im Internet ist, sollte sich vorab mit den Merkmalen von seriösen Online-Händlern beschäftigen. Denn Fake-Shops können bei genauer Betrachtung und Auseinandersetzung der Materie entlarvt werden, da sie nicht jedes Kriterium der etablierten Webseiten aufweisen können. 

Auffällige oder kuriose Internetadressen können bereits das erste Indiz für betrügerische Machenschaften darstellen. Da Fake-Shops vereinzelt auf der Basis von seriösen Webseiten fungieren, können auch eigentlich bekannte Adressen leicht abgeändert sein. Hier gilt es wachsam zu sein und die kleinsten Ungereimtheiten zu erkennen. Skepsis sollte ebenfalls vorherrschen, wenn Adresse und Inhalt der vermeintlichen Plattform völlig konträr zueinander auftreten. Weist der URL etwas zum Thema Sneakers auf, aber das Angebot besteht aus elektronischer Ware, sollte nicht auf die Echtheit vertraut werden. 

Selbst wenn bis zum Kaufabschluss alle Facetten der Plattform einen seriösen Eindruck machen, muss insbesondere bei der Zahlungsweise aufgepasst werden. Oft werden bis zum letzten Bestellschritt mehrere Arten der Zahlung angeboten. Die eigentliche Bestellung erlaubt dann letztlich nur noch Vorkasse. Eine konforme Abwicklung sieht allerdings eine umgekehrte Reihenfolge vor. Erst kommt die Ware, dann wird überwiesen.

Impressum und AGB 

Wird die Echtheit eines Online-Händlers auch nur im Entferntesten angezweifelt, könnte ein Blick ins Impressum und in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Aufschluss über die Situation geben. Denn seriöse Schnäppchen-Plattformen wie www.Mein-Deal.com liefern in beiden Bereichen transparente Informationen an die Nutzer, so dass keinerlei Ungereimtheiten entstehen können. 

Fake-Shops können zuweilen ebenfalls über AGB verfügen, die in den meisten Fällen jedoch frei erfunden oder von anderen Webseiten kopiert sind. Diese Tatsache zu erkennen kann allerdings zum Teil sehr komplex sein. Deutliche Kriterien für gefälschte oder unseriöse AGB sind unzulängliche Rechtschreibung und Grammatik. Nicht selten betreiben Betrüger die Fake-Shops aus dem Ausland und sind der deutschen Sprache weder in Sprache noch in Schrift mächtig. Daher stammen die AGB aus einem Übersetzungsprogramm und leiden unter auffälligen Fehlern. 

Ein Impressum gilt als Instanz der Transparenz und ermöglicht Nutzern eine Anlaufstation bei bestimmten Problematiken. Es enthält unter anderem eine E-Mail-Adresse, den Inhaber der Plattform, einen Vertretungsberechtigten und einen Verweis auf das Handelsregister mit entsprechender Nummer. Ist ein Impressum mit diesen Informationen nicht vorhanden, gilt es sofort die Finger von der entsprechenden Webseite zu lassen. Das Gesetz verpflichtet Online-Händler sowohl Impressum als auch AGB auf ihrer Plattform anzugeben. Fehlen diese Angaben, kann mit hoher Wahrscheinlich von einem Fake-Shop ausgegangen werden.

Echte und falsche Gütesiegel 

Gütesiegel symbolisieren in der Welt des Online-Handels Vertrauen und Seriosität. Auch Betreiber von Fake-Shops wissen über die Aussagekraft und Wirkung dieser Logos und schmücken sich gerne mit frei erfundenen Siegeln. Noch dreister ist die Masche, sich mit echten Gütesiegeln wie etwa Trusted Shops auszustatten, obwohl kein wirkliches Zertifikat vorliegt. Ein Klick auf das Siegel verrät, ob dieses mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist. Ohne solch einen entsprechenden Link handelt es in den meisten Fällen um eine Fälschung. 

Schnäppchen- und Deal-Plattformen vertreiben zwar die einzelnen Produkte und Waren nicht direkt auf der eigenen Webseite, sondern listen die einzelnen Angebote auf und leiten die interessierten Nutzer zu seriösen Online-Shops mit echtem Gütesiegel weiter. Die Deals und Schnäppchen werden dabei ausführlich auf Echtheit und Gültigkeit überprüft.

Trustes Shops Gütesiegel 

Trägt ein Online-Shop das Trusted Shops Gütesiegel mit Zertifikat, haben Spezialisten der Institution den entsprechenden Händler genau überprüft und anhand von konkreten Kriterien bewertet, die diverse Eigenschaften bei einem Einkauf auf der Webseite garantieren. Dazu gehören unter anderem Identität und Erreichbarkeit, die ein konformes Impressum und seriösen Shopbetreiber versprechen. 

Auch der Widerruf und die Rückgabe spielen eine entscheidende Rolle. Die Widerrufsbelehrung zeigt, zu welchen Bedingungen Bestellungen von den Käufern zurückgesendet werden können. Das Gütesiegel untersucht die Korrektheit dieser Angaben. Ähnlich im Fokus stehen Preis und Kosten. Shops werden darauf geprüft, ob die verschiedenen Angebote marktgerecht sind und faire Preise für die Produkte angegeben werden. Versandkosten und Gebühren müssen gesunde Relationen aufweisen. 

Online-Shops, die alle Kriterien erfüllen oder diese sogar übertreffen, können sich mit dem Gütesiegel von Trusted Shops schmücken. Im weiteren Verlauf werden die Plattformen konstant überprüft, damit die einzelnen Merkmale weiterhin erhalten bleiben und Nutzer fortwährend auf das Gütesiegel vertrauen können.

Opfer von Fake Shops 

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auf die betrügerischen Machenschaften eines Fake-Shops reingefallen ist und bereits Geld überwiesen hat, sollte umgehend die eigene Bank darauf aufmerksam machen. Die Zahlung wird sofort rückgängig gemacht, wenn die Onlinebestellung nur wenige Stunden her ist. Bei anderen Zahlungsarten wie dem Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug zurückerstattet werden. 

Es ist sehr wichtig, dass alle Belege für die Onlinebestellung aufbewahrt und gesichert werden, um für alle eintreffenden Situationen gewappnet zu sein. Dazu gehören der Kaufvertrag, die Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots. Wer individuelle Beratung benötigt, kann sich zudem an die Anlaufstellen der Verbraucherzentrale wenden.

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