Ebay: Vielen Verkäufern droht Steuer

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München. Der dauerhafte Verkauf von Gebrauchtwaren auf der Internetplattform Ebay kann eine unternehmerische und damit steuerpflichtige Tätigkeit sein.

Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München vom 26. April hervor. Demnach muss Umsatzsteuer zahlen, wer über mehrere Jahre Produkte über das Online-Auktionshaus verkauft und daher nachhaltig und gewerblich handelt (Az.: V R 2/11). Der BFH bestätigt damit ein Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg.

Ein Ehepaar, das zwischen 2001 und 2005 insgesamt rund 100.000 Euro mit der Versteigerung von gebrauchten Gegenständen wie Briefmarken oder Spielzeug eingenommen hatte, hatte gegen eine Umsatzsteuerforderung seines Finanzamtes in Höhe von über 11.000 Euro geklagt.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Ebay-Account als privat oder gewerblich deklariert ist: „Diese Unterscheidung spielt für die Beurteilung, ob der Verkäufer umsatzsteuerpflichtig ist oder nicht, keine Rolle. Insoweit sollte jeder Ebay-Verkäufer seine Umsatzsteuerpflicht überprüfen lassen, um keine bösen Überraschungen zu erleben", sagt Rechtsanwalt Oliver Junker. (dapd/tat)

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