Eine Klasse für sich

Was spricht noch für's Tablet?

Tablet am Arbeitsplatz
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Privat wie beruflich: Auch in der Arbeitswelt kommt das Tablet zum Einsatz. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Frau auf dem Sofa
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Fühlen sich beide auf dem Sofa zu Hause: Mensch und Tablet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Mutter und Sohn mit Tablet
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Leichtes Spiel: Kinder gehen intuitiv mit Tablets um. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Stiftbedienung am Tablet
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Stiftbedienung am Tablet ist praktisch und komfortabel - nicht nur für handschriftliche Notizen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Tablet als Steuerzentrale für das Smart Home
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Licht an, Licht aus, Farbe ändern: Tablets eignen sich bestens als Steuerzentrale fürs Smart Home. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Smartphones werden immer größer, Notebook immer leichter. Und Tablets, ja was wird aus den Tablets? Werden sie künftig noch gebraucht?

Berlin (dpa/tmn) - Angesichts immer größerer Smartphones und immer leichterer und flexiblerer Laptops stellt sich die Frage: Bietet ein Tablet diesen Geräten gegenüber überhaupt noch Vorteile. Und wenn ja, welche.

Sebastian Klöß vom IT-Branchenverband Bitkom, ist sich sicher, dass das Tablet nach wie vor eine Existenzberechtigung hat. «Die Stärke des Tablets ist eindeutig der große Bildschirm, dennoch ist es kompakt und leicht», sagt er. Im Vergleich zu Laptops hätten sie zudem oft eine deutlich längere Akkulaufzeit.

Ein Tablet könne zwar nichts, was Laptops oder Smartphones nicht auch leisten, gibt Sebastian Klöß zu bedenken. Aber: «Das Tablet kann vieles besser.» Und dies gelte privat wie beruflich. «Das Tablet ist der perfekte Sofa-Rechner», sagt Klöß. Es sei einfach handlicher und komfortabler als Laptops. Besonders populär sei das Streamen von Filmen und Serien auf Tablets.

Vor allem für jene, die über wenig Erfahrung mit Computern oder Smartphones verfügen, sind Tablets vorteilhaft. Dies gelte insbesondere für Senioren und Kinder, meint Klöß. Tablets seien gut zu halten, in Sachen Anwendungen nicht so überfrachtet und intuitiv zu bedienen.

Tablet-Mittelklasse schwindet

Der Tablet-Markt teilt sich immer mehr in günstige und teure Geräte auf, das Mittelklasse-Angebot wird immer dünner, wie Alexander Spier vom Fachmagazin «c't» beobachtet hat. Während günstige Geräte schon ab 40 bis 50 Euro zu haben sind, können Geräte am anderen Ende der Preisskala schon mal um die 1000 Euro kosten. «Zwischen diesen beiden Extremen gibt es aber immer weniger Modelle», sagt Spier.

Bei den günstigen Geräten müsse man aber ganz klar Abstriche beim Bildschirm und der Leistung machen: «Die Qualität des Bildschirms ist bei Geräten aus dieser Preisklasse auch im Vergleich zu Smartphones grenzwertig», erklärt Spier.

Sinnvoll einsetzbar seien Tablets ab circa 200 Euro, meint Klöß. Das seien dann Einsteiger-Geräte. Bei ungefähr 400 Euro beginne dann die Mittelklasse, was für die meisten absolut ausreichend sei.

Den Preis bestimmen vor allem Rechenleistung, Bildschirmqualität und Speicherkapazität. «Ich würde beim Tablet zuerst immer auf den Bildschirm achten», sagt Sebastian Klöß. Dieser entscheide am Ende maßgeblich, ob man Freude an dem Gerät hat oder nicht.

Full-HD ist Standard

Alexander Spier rät zu Displays mit wenigstens Full-HD-Auflösung. Tablets über zehn Zoll Diagonal sollten aber schon über Full HD hinaus gehen. Auch auf den PPI-Wert (Pixel per Inch) sollte man in diesem Zusammenhang einen Blick werden. Er gibt die Pixeldichte an, erläutert Klöß. Ein guter PPI-Wert beginne bei 220, Spitzenmodelle kämen auf 260 und mehr.

Und die Helligkeit? Bei Top-Modellen liegt die Leuchtdichte des Displays, angegeben in Candela pro Quadratmeter (cd/m²) beziehungsweise Nits, bei um die 400, aber auch Werte ab 300 seien schon in Ordnung, meint Klöß. Und wie viel Arbeitsspeicher (RAM) sollte es sein? Geräte im mittleren Preissegment hätten meist drei oder vier Gigabyte (GB) RAM, was in aller Regel ausreichend sei. Beim Prozessor empfiehlt Spier, darauf zu achten, dass er mindestens vier Kerne hat.

SD-Karten machen flexibler

Wichtig sei außerdem die Speicherkapazität des Tablets. Mehr Speicher schadet nie, kostet aber fast immer einen deutlichen Aufpreis. Von Speicherkapazitäten unter 16 GB rät Spier jedenfalls entschieden ab: «Dann muss man ständig Apps oder Fotos löschen, um das Gerät noch verwenden zu können.» Viele Tablets nehmen aber auch eine SD-Karte auf, so dass sich der Speicher flexibel erweitern lässt.

Bei der Entscheidung Android oder iOS kann schon die Klärung der Frage helfen, was genau man mit dem Tablet machen möchte, erklärt Alexander Spier. Denn nicht alle Apps seien auch für beiden Betriebssysteme verfügbar. Und egal, ob neu oder gebraucht: Der Experte rät davon ab, ein Gerät zu kaufen, dass älter als drei Jahre ist. Einfach deshalb, weil dessen Akku meist schon zu schwach sei.

© dpa-infocom, dpa:210106-99-918697/4

Rubriklistenbild: © Christin Klose

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