412.440 Euro für Opfer von Neonazi-Terroristen

+
 Eine Teilnehmerin einer Gedenkkundgebung für den von Mitgliedern der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ermordeten Mehmet Turgut in Rostock.

Berlin - Nach der Serie von Morden und Bombenanschlägen der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle hat die Bundesregierung insgesamt rund 412.440 Euro Entschädigung an Opfer und Angehörige ausgezahlt.

Das sagte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) am Mittwoch im Bundestags-Rechtsausschuss nach Angaben von Teilnehmern. Dem Vernehmen nach erhielten Opfer und Angehörige jeweils zwischen 5000 und 10 000 Euro Entschädigung.

Die Bundesregierung gehe davon aus, dass es weitere Anspruchsberechtigte gebe, die bislang keine Anträge gestellt hätten. Es werde versucht, sie ausfindig zu machen und zu kontaktieren.

Deutschland gedenkt der Opfer der Neonazi-Mordserie

Deutschland gedenkt der Opfer der Neonazi-Mordserie

Die Rechtsterroristen sind nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler für Morde an neun Geschäftsinhabern türkischer und griechischer Herkunft verantwortlich. Außerdem sollen sie 2007 eine Polizistin erschossen und ihren Kollegen lebensgefährlich verletzt haben. Auch zwei Bombenanschläge 2001 und 2004 sollen auf ihr Konto gehen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Fünf deutsche IS-Frauen in Tunnel in Mossul entdeckt - ist eine davon Linda W. (16)?
Fünf deutsche IS-Frauen in Tunnel in Mossul entdeckt - ist eine davon Linda W. (16)?
Maas: Deutschland braucht mehr Staatsanwälte und Richter
Maas: Deutschland braucht mehr Staatsanwälte und Richter

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion