Acht Rücktritte im Vorstand der Pauli-Partei

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Der Schriftführer der Freien Union in Baden-Württemberg, Werner Winkler, wollte Gabriele Pauli ihres Amtes entheben lassen.

Nürnberg/Stuttgart - Im internen Machtkampf der Pauli-Partei Freie Union (FU) ist der größte Teil des baden-württembergischen Landesvorstands zurückgetreten.

Insgesamt acht Vorstandsmitglieder erklärten in einer Mitteilung am Sonntag zugleich ihren Austritt aus der Partei. Die FU-Bundesvorsitzende Gabriele Pauli sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Nürnberg, gegen die Betreffenden liefen ohnehin Ordnungsverfahren. “Wenn sie austreten, ist das der kürzeste Weg.“

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte am Freitag einen Antrag der Kritiker auf Amtsenthebung von Pauli abgewiesen. Geklagt hatte der bisherige FU-Schriftführer in Baden-Württemberg, Werner Winkler. Er erklärte jetzt ebenso seinen Rück- und Austritt aus der Partei wie die stellvertretenden Vorsitzenden Petra Schmalzl und Wolfgang Theophil, der Schatzmeister und vier Beisitzer.

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Zur Begründung wurden schwere Zerwürfnisse mit der Parteispitze genannt. Pauli ignoriere die Programm- und Satzungsgrundsätze. “Deshalb legen wir alle gemeinsam unsere Ämter nieder und treten aus der Partei aus.“ Pauli sagte, dass sie von einigen Rücktritten bereits per Mail Kenntnis habe, von anderen noch nicht. Die Freie Union sei aber bereits dabei, die Neuwahl des Vorstands in Baden-Württemberg zu organisieren.

dpa

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